Sonntag, 03. August 2014

Sommer – Sonne – Fußpilzzeit!

Pilze mögen es warm und feucht – damit gedeihen sie auch in Schwimmbädern gern, vor allem an den Fußsohlen und zwischen den Zehen (Tinea Pedis). Solche Fußpilzerkrankungen sind eine der häufigsten Infektionskrankheiten des Menschen in Mitteleuropa und eine echte Volksplage. Hauptsächlich wird er von den Fadenpilzen Trichophyton rubrum und Trichophyton mentagrophytes verursacht.

Nicht selten ist das erste Anzeichen ein leichter bis quälender Juckreiz. Später kann sich die Haut röten, schuppen, nässen, oft bilden sich Bläschen und Risse. Da die durch die Pilze ausgelöste entzündliche Reaktion nicht nur unterschiedliche Teile der Haut betrifft, sondern kan auch auf die Nägel und andere Körperregionen übergreifen kann, heißt es handeln!

Mindestens genauso wichtig wie die medikamentöse Behandlung sind dazu Allgemeinmaßnahmen – sowohl als begleitende Therapie, als auch zur Vorbeugung, um sich vor Fußpilz zu schützen. Man kann seine Füße z. B. regelmäßig mit Manukaöl oder Teebaumöl einschmieren oder einsprühen. Wichtig ist dabei auch die Qualität des verwendeten Teebaumöls – man achte auf hochwertige Präparate!

Folgende Maßnahmen sind ebenfalls zur Vorbeugung gedacht:
• Füße immer gut abtrocknen, auch bei den Zehen-Zwischenräumen.
• Schuhe regelmäßig lüften und desinfizieren.
• In Schwimmbädern und Co nicht barfuß laufen, sondern Badeschuhe tragen.
• Auf die Fußdesinfektion verzichten. Es nutzt nichts, die Füße wenige Sekunden mit der Flüssigkeit zu benetzen. Stattdessen ist der Boden dort oft besonders verseucht und die verwendeten Desinfektionsmittel können Unverträglichkeitsreaktionen auslösen.
• Die Füße regelmäßig kontrollieren und auf Verletzungen achten – da dringt der Pilz besonders leicht ein.

Fußpilz verschwindet nicht von alleine – schon gar nicht, wenn er in Nagelpilz übergegangen ist. Die Ausrede, das geht schon wieder weg, führt nur dazu, dass auch andere, im Haushalt lebende Menschen angesteckt werden. Wer keine Chemie einsetzen will, kann auch auf Hausmittel zur begleitenden Therapie zurückgreifen: z. B. auf Apfelessig. Auch Heilerde, Knoblauch, Curcuma, Molke oder Johanniskrautöl sollen sich ebenfalls als Naturheilmittel gegen Fußpilz eignen.

Verschwindet der Fußpilz nach zwei bis maximal drei Wochen trotz angewandter Mittel nicht, sollte fachmännische Hilfe eingeholt und z. B. Themen wie Diabetes abgeklärt werden.