Gesund altern – aber wie?

Dienstag, 31. Juli 2018

Gesund altern – aber wie?

Gesund altern wollen wir alle, aber wie geht man das am besten an und was bedeutet das eigentlich?

Beim Altern geht es nicht darum, wie alt wir werden, sondern wie wir alt werden. Die körperliche Leistungsfähigkeit nimmt im Alter ab. Das ist allgemein bekannt. Das heißt aber nicht, dass damit auch die Lebensqualität sinkt. Wir selbst können mit unseren Handlungen bestimmte Altersmerkmale positiv beeinflussen und so bis ins hohe Alter leistungsfähig bleiben.

Umgekehrt gilt übrigens das gleiche: junge Menschen altern frühzeitig, wenn sie die falschen Lebensumstände haben. Chronologisches Alter ist nämlich nicht biologisches Alter. Das biologische Alter, also bestimmte körperliche Messwerte, beeinflusst nicht nur die eigene Leistungsfähigkeit, sondern auch das Erkrankungsrisiko und das Aussehen.

Wie erkenne ich das biologische Alter

Es gibt bestimmte körperliche Werte, die den Gesundheitszustand beschreiben und Hinweise auf das biologische Alter geben. Entweder entsprechen die Werte dem Altersschnitt oder sie sind schlechter oder besser. Wichtige Faktoren dafür sind

  • die Muskelmasse und damit einhergehend die Kraft
  • die Sauerstoffaufnahmefähigkeit des Körpers und damit einhergehend die Ausdauer
  • der Körperfettanteil
  • die Knochendichte

Sie haben es schon bemerkt: diese Faktoren sind beeinflussbar. Durch einen aktiven, sportlichen Lebensstil, gesunde Ernährung und eine ausgewogene Energiebilanz können wir diese Werte in Bereiche bringen, die besser sind als der Durchschnitt und unser biologisches Alter so “verringern”. Ein gut trainierter 50-Jähriger kann so bessere Werte haben als ein untrainierter 30-jähriger.

Gesundes Altern – mit den richtigen Voraussetzungen

Wie man altert, hängt von vielen Faktoren ab. Einige davon können wir nicht beeinflussen, andere liegen allein in unserer Hand. Positiv wirken sich die bereits erwähnten Klassiker aus:

  • regelmäßige körperliche Aktivität
  • gesunde Ernährung
  • ausgewogene Energiebilanz

Damit ist die körperliche Seite schon einmal abgedeckt. Dazu kommt noch eine Reihe an sozialen und psychischen Rahmenbedingungen, die positiv wirken:

  • lebenslanges Lernen
  • eine erfüllte Partnerschaft
  • zahlreiche soziale Kontakte
  • eine positive Lebenseinstellung
  • Stressbewältigung

Mobil bleiben im Alter

Die Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit hat natürlich mit dem Alterungsprozess des Körpers zu tun. Einen wesentlichen Anteil daran hat aber auch die Frage, wie viel man sich bewegt. Natürlich baut der Körper von inaktiven Menschen schneller ab; Bewegungsmangel ist im Alter ein echter Feind. Menschen, die sich wenig bewegen, altern schneller, ihre Muskeln bauen eher ab …

Deshalb gilt es, im Alter gezielt entgegenzusteuern und einfach immer weiter aktiv zu bleiben. Nur so bleibt man mobil, bleibt die eigene Selbstständigkeit erhalten.

Geistig fit bleiben

Das Alter ist in unserer heutigen Zeit assoziiert mit Verlust: die sozialen Kontakte nehmen ab, die Gedächtnisleistung sowieso. Das ist aber eigentlich falsch. Das Gehirn ist unglaublich plastisch und kann sich in jedem Alter verändern. Das bedeutet, dass selbst Menschen in hohem Alter noch Wachstum erleben, Neues lernen können. Im Gegensatz zu jungen Menschen haben sie den Vorteil der sich Lebenserfahrung nennt.

Geistige Aktivität wirkt sich außerdem positiv auf die Zufriedenheit aus. Wichtige Faktoren für geistige Fitness bis ins hohe Alter sind, neben einer gesunden Ernährung, vor allem:

  • die Bereitschaft, stets Neues zu lernen
  • positive Gedanken
  • die Fähigkeit, mit Problemen zurecht zu kommen
  • eine erfüllende Rolle in der Gesellschaft

Worauf man nicht vergessen darf

Wie aktiv Sie auch immer sind, auf eines dürfen Sie nie vergessen: für seelisches Wohlbefinden spielt Ruhe eine essentielle Rolle. Deshalb sollten wir auch immer wieder bewusste Pausen einlegen, in denen wir einfach genießen und zufrieden auf unser Leben zurückblicken.

In diesem Sinne: wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Älterwerden.