Montag, 01. September 2014

Erleben Sie Ihr blaues Wunder – mit Pflaumen!

Dick und saftig hängen die süßen Früchtchen nun an den Ästen, in Österreich nennt man sie Zwetschgen – und sie fallen einem fast in den Mund. Das ist gesund, das bringt den Darm auf Trab. Für empfindliche Mägen gibt es sie in gedünsteter Form – für alle anderen frisch vom Baum. Ist das köstlich! Und abnehmen kann man damit auch!

Pflaumen wirken entwässernd, leicht abführend und machen einen schlanken Bauch, sagt man. Kein Wunder, enthalten die frischen Früchte doch so gut wie keine Kalorien: In 100 Gramm sind gerade mal 50 davon angesiedelt, 80 Prozent des Steinobstes bestehen aus Wasser. Trotzdem haben es die süßen Früchtchen faustdick hinter den Ohren, also vor allem in der Schale: Die steckt nämlich voller Ballaststoffe und Sorbit, das bringt die Verdauung auf Trab, besänftigt Reizmägen mit Sodbrennen und Völlegefühl und macht fröhlich.

Die Pflaume gilt nämlich auch als Nervennahrung: Wer nervös ist oder Stress hat, isst am besten schnell ein paar Pflaumen – und die enthaltenen Spurenelemente Zink und Kupfer sowie viele B-Vitamine und Magnesium machen sich umgehend an ihre relaxende Arbeit. Das Vitamin C stärkt inzwischen die Abwehrkräfte und das Provitamin A hilft, Augen, Haut und Schleimhäute gesund zu erhalten. Die vielen Polyphenole und Antioxidantien, sagt man, schützen Herz und Kreislauf – in den USA stehen Backpflaumen sogar auf der Liste der empfohlenen Nahrungsmittel, die man zur Krebsvorsorge essen sollte.

Apropos Backpflaumen: Die getrockneten Früchte enthalten zwar wesentlich mehr Kalorien (auf 100 Gramm kommen ca. 225 Kilokalorien), dank des hohen Fruchtzuckergehalts liefern sie aber schnelle Energie, die lange hält. Außerdem mischen sie laut Studien in der Osteoposore-Vorsorge mit, da sie viel Kalzium, Phosphor, Vitamin K und Bor enthalten. Aufgrund ihres hohen Ballaststoffgehalts helfen Pflaumen außerdem, den Cholesterinspiegel zu senken. Es wird ihnen aber auch nachgesagt, sich bei Gicht oder Leberleiden positiv auszuwirken.

Nur Menschen mit Fruktose-Intoleranz müssen Pflaumen leider meiden: Aufgrund ihres hohen Zuckeranteils sind die ansonsten so gesunden Früchte für diese Gruppe weder frisch, noch getrocknet oder in einer Speise verarbeitet zum Verzehr geeignet.

Apropos Speisen mit Zwetschgen – auch hier erlebt man ein köstlich-blaues Wunder mit den Früchtchen: In Knödeln, Muffins, Kuchen und Kompotts oder als Eis bringen sie ihre wunderbare süße Dessert-Seite zum Vorschein. Zu Marmelade (Konfitüre) oder Powidl (Pflaumenmus) verarbeitet, erfreuen sie uns schon zum Frühstück – und zu Mittag gibt es sie in marinierter Form als Salat mit Ziegenkäse. Zahlreiche Rezepte bringen die Pflaume auch getrocknet auf den Teller – z. B. in Verbindung mit Fleisch.

So erlebt man tatsächlich sein blaues Wunder mit der Pflaume – aber nur, wenn man sie in Maßen genießt. Isst man zu viel davon, wird aus dem Wunder ein Abführmittel. Aber das ist – Gott sei Dank – eine andere Geschichte!

“Unsere Nahrungsmittel sollen Heilmittel,
und unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.”

Hippokrates