Sport im Urlaub?

Montag, 13. Juli 2015

Sport im Urlaub?

Mit Sport im Urlaub ist das so eine Sache. Hat man von Haus aus keinen Aktivurlaub gebucht, sondern einen Strandurlaub oder Ähnliches, fällt die sportliche Betätigung oft komplett aus. Dabei ist es gar nicht selten, dass man sich gerade dafür angestrengt hat, man wollte am Strand gut aussehen. Als wäre das nicht genug, kostet es nach dem Urlaub umso mehr Energie, wieder in seinen Trainingsrhythmus zurückzufinden.

Oft freut sich der innere Schweinehund schon am meisten auf den Urlaub. Trägheit stellt sich ein und er kann sich austoben, wie das ganze restliche Jahr nicht. Mit dem Satz “Aber es ist doch Urlaub” werden die Trainings- und Essgewohnheiten über den Haufen geworfen und man tappt in die Kalorienfallen der Buffets. Dabei kann Sport gerade während des Urlaubs enormen Spaß machen. Das Zauberwort heißt Abwechslung.

Nur selten wird das Training im Urlaub gleich sein wie zu Hause. Meist ist es ganz anders, denn das eigene Fitnessstudio ist so weit weg wie die übliche Laufstrecke. Zudem hat man die Möglichkeit, neue Sportarten auszuprobieren, das setzt neue Trainingsreize und motiviert.

Im Grunde macht es keinen Sinn, für den Urlaub zu trainineren. Wochen- oder monatelange Arbeit für ein oder zwei Wochen Strandurlaub stehen in keinem Verhältnis zueinander. Ziel sollte es sein, generell fit zu sein, zwölf Monate im Jahr, und dafür zu trainieren.

Durch das Training im Urlaub fällt auch der Wiedereinstieg ins Training danach, der immer schwer ist, weg. Außerdem muss man im Urlaub ja auch nicht Sport treiben wie ein Verrückter. Es geht schließlich nicht darum, Muskeln aufzubauen, sondern dem Abbau entgegenzuwirken. Dem nicht genug, schmeckt das Abendessen gleich um einiges besser, wenn man ohne schlechtes Gewissen schlemmen kann, weil man sich schon körperlich betätigt hat.

Was aber, wenn es keine Sportmöglichkeiten am Urlaubsort gibt, das hoteleigene Fitnessstudio wegen Umbaus geschlossen ist und man die Laufschuhe zu Hause vergessen hat? Selbst dann gibt es Wege und Möglichkeiten. Übungen mit dem eigenen Körpergewicht kann man überall durchführen, selbst im Hotelzimmer. Hier sind ein paar davon:

  • Brust und Bizeps: Der Liegestütz ist ein Klassiker und das aus gutem Grund. Um die Effektivität zu erhöhen, können die Füße auf die Bettkante gestellt werden. Den Körper langsam absenken und wieder hochdrücken. Drei Sätze mit 15 Wiederholungen und 120 Sekunden Pause dazwischen.

  • Bauch: In den Unterarmstütz gehen und diese Position für 20 Sekunden halten. Dabei darauf achten, dass der Rücken gerade ist und kein Hohlkreuz gebildet wird. Dann eine Minute Pause machen. Drei Wiederholungen.

  • Beine: Mit dem Rücken zur Wand stellen (auf den Abstand zur Wand achten) und so weit in die Hocke gehen, dass die Knie einen Winkel von 90 Grad haben. Der Rücken lehnt flach an der Wand. Diese Stellung halten für 60 Sekunden. Drei Wiederholungen mit 120 Sekunden Pause dazwischen.

  • Rücken: Auf den Bauch legen und die gestreckten Arme und Beine anheben. Jetzt den linken Arm und das rechte Bein absenken, ohne dabei den Boden zu berühren. Wieder hochziehen und mit der anderen Seite fortfahren. Übung zwanzig Sekunden durchführen, dann 60 Sekunden Pause. Drei Wiederholungen.

Zudem kann der Wirkung der größten Kalorienfallen im Urlaub mit ein paar allgemeinen Verhaltensweisen entgegengewirkt und so der Post-Urlaubs-Bauchspeck verhindert werden:

  • Auf Sättigungsgefühl hören: Ist man satt, sollte man mit dem Essen aufhören und den Genuss speichern.

  • Viel trinken: Mindestens zwei bis drei Liter pro Tag sorgen dafür, dass der Flüssigkeitshaushalt im Körper stimmt und das Hungergefühl sinkt.

  • Kohlenhydrate meiden: Gerade am Abend sind kohlenhydrat- und zuckerreiche Lebensmittel schlecht. Erhält der Körper keine Energie aus Kohlenhydraten, greift er in der Nacht auf die Fettreserven zurück. Gemüse, Fisch und mageres Fleisch sind also beim Abendessen am besten. Auch Alkohol sollte gemieden werden, weil alkoholische Getränke wie Cocktails viel Zucker enthalten.