Freitag, 19. Februar 2010

Ist Naturkosmetik so gut wie Ihr Ruf? - Naturkosmetik versus konventionelle Kosmetik

In der heutigen Zeit gibt es immer mehr Menschen, deren Haut auf synthetische und chemische Bestandteile in den täglich benutzten Kosmetikprodukten negativ reagiert. Oft sind die Folgen Juckreiz, Rötungen, Ausschlag und andere allergische Reaktionen. Der Markt für Naturkosmetik boomt. Doch ist Naturkosmetik wirklich so gut wie Ihr Ruf? Was unterscheidet Naturkosmetik von der konventionellen Kosmetik?

Naturkosmetik ist eine breit gefächerte Bezeichnung für Hautpflege, die auf Naturstoffen und einer umweltfreundlichen Herstellung basiert. Naturkosmetik sind also Erzeugnisse, die ausschließlich aus Naturstoffen hergestellt sind. Naturstoffe sind Substanzen pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs sowie deren Gemische und Reaktionsprodukte untereinander. Für die Gewinnung und Weiterverarbeitung werden nur physikalische Verfahren zugelassen. Weiters wird bei der Gewinnung der verwendeten Rohstoffe darauf geachtet, dass die Natur wenig gestört wird, wobei die Belange des Tier- und Artenschutzes besonders berücksichtigt werden.

Ziel der Pflege mit Naturkosmetik ist das natürliche Gleichgewicht der Haut wieder herzustellen oder zu erhalten. Es werden dabei die Selbstregulierungskräfte der Haut angeregt und ihre natürliche Funktion unterstützt. Ausgangspunkt bei der Pflege der Haut ist bei Naturkosmetik nicht die starre Einteilung nach Hauttypen, sondern die Berücksichtigung des aktuellen Hautzustandes.

Die konventionelle Kosmetik versorgt die Haut mit Allem was sie brauchen könnte. Die Haut verliert dadurch die Fähigkeit sich selbst zu regulieren. Die konventionelle Kosmetik enthält chemische Zusammensetzungen, die für unseren Organismus so genannte „Unbekannte“ sind. Sie können somit vom Organismus nur zum Teil genutzt werden. Die restlichen Bestandteile, welche der Organismus nicht erkennt und nicht braucht, kann er allerdings nicht ausscheiden. Manche von diesen Substanzen werden zu Toxinen, die sogar über längere Zeit im Organismus bleiben.

Weiters wird bei konventioneller Kosmetik immer darauf hingewiesen, möglichst die komplette Pflege von einer Marke zu verwenden. Grund dafür ist, dass die enthaltenen chemischen Inhaltsstoffe innerhalb einer Marke aufeinander abgestimmt sind. Bei der Verwendung unterschiedlicher Marken kann es daher zu Unverträglichkeiten kommen.

Bei der Anwendung von Naturprodukten kommt es zu keinen Hautschäden, falls ein Produkt einer anderen Marke verwendet wird. Es empfiehlt sich jedoch trotzdem bei einer Marke zu bleiben, weil dadurch die Wirkung intensiver und die Anwendung erfolgreicher ist.

Die Haut braucht Schutz durch Vitamine, Proteine und Mineralien, die in verschiedenen Pflanzen und Pflanzenölen enthalten sind. Der Unterschied zwischen konventioneller Kosmetik und Naturkosmetik äußert sich zusätzlich in der Aufnahme der Stoffe. Natürliche Substanzen werden anders in der Zelle aufgenommen als synthetische Stoffe.

Bei Naturkosmetik werden für die Farbe und den Duft ätherische Öle und Fruchtaromen verwendet. Für die Konservierung werden auf Cetearyl Alkohol, ätherische Öle oder Zeolith zurückgegriffen. Als Fette beziehungsweise Öle werden hochwertige Pflanzenöle und Wachse verwendet. Bei Wasser wird reines Quellwasser genommen. Bei der Verwendung von tierischen Wirkstoffen dürfen keine Stoffe toter Tiere verwendet werden. Pflanzliche Wirkstoffe sind Kräuterextrakte.

Inhaltsstoffe, die nicht in der Naturkosmetik verwendet werden dürfen, sich jedoch in konventioneller Kosmetik befinden, sind synthetische Öle und Wachse, Erdölprodukte, Paraffine, Silikone, Fromaldehyd, Parabene, PEG, Phthalate sowie synthetische Farb- und Duftstoffe.

Aber auch innerhalb des Angebotes von echter Naturkosmetik gibt es große Unterschiede. So werden beispielsweise von einem Hersteller preisgünstige Pflanzenöle verwendet, wo ein anderer Produzent hochwertige kaltgepresste Öle aus kontrolliertem Anbau einsetzt. Das erklärt auch den Preisunterschied, wirkt sich aber auch auf die Qualität des Endproduktes aus.