Montag, 22. Juni 2009

Sommer auf meine Haut!

Für uns alle ist die Sonne lebenswichtig. Sie hebt die Stimmung, fördert unser Wohlbefinden und die Lebenslust. Mit ihrer Hilfe kann im Körper das wichtige Vitamin D, das für den Knochenaufbau mitverantwortlich ist, gebildet werden. Und auch bei Depressionen und Schuppenflechte wirkt sich die Sonne positiv auf das Krankheitsbild aus. Sie schenkt uns also Energie für unseren Körper und unseren Geist, solange wir unsere Haut nicht zu lange und zu intensiv den Sonnenstrahlen aussetzen.

UVA- und UVB-Strahlen

Im kommenden Urlaub am Wasser, in den Bergen oder am Strand benötigt unsere Haut aufgrund der intensiveren Sonneneinstrahlung besonderen Schutz. Für die Bräunung unserer Haut sind die UVA- und UVB-Strahlen verantwortlich. Die UVB-Strahlen vermehren die Bildung von Melanin, den Hautpigmenten, in der menschlichen Haut. Sie bewirken die Freisetzung von Entzündungsstoffen, die bei zu langer Sonnenbestrahlung die Rötung der Haut auslösen. UVB-Strahlen durchdringen auch das Wasser.

Die UVA-Strahlen sind weniger intensiv und sind für die Neuverteilung des Melanins auf der Haut verantwortlich. UVA-Strahlen wirken auch durch Fensterscheiben.

Die Funktion der Haut

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und ist für den Tast-, Temperatur- und Schmerzsinn verantwortlich. Außerdem regelt sie den Wärmehaushalt des Körpers über das Schwitzen. Sie hat aber auch eine Schutzfunktion gegen zu viel Sonnenstrahlen. Hautpigmentzellen färben die Haut dunkler und währen die Strahlung ab. Die Zellreparaturfähigkeit unterstützt die Haut bei zu starker Sonneneinstrahlung.

Wie lange unsere Haut die Sonne verträgt ist sehr individuell und hängt von der Eigenschutzzeit ab. Das ist jene Zeit, die vergehen kann, bis die ungeschützte Haut mit einem Sonnenbrand reagiert. Man unterscheidet 4 Hauttypen:

  • Hauttyp 1: Menschen mit heller Haut, Sommersprossen, blauen Augen und hellem rötlichen Haar. Sie werden nie braun. Die Eigenschutzzeit beträgt 3 bis 10 Minuten.
  • Hauttyp 2: Menschen mit blonden Haaren und blauen oder grünen Augen. Sie werden nur leicht braun. Die Eigenschutzzeit beträgt 10 bis 20 Minuten.
  • Hauttyp 3: Menschen mit dunkelblonden oder braunen Haaren und grauen oder braunen Augen. Sie werden fortschreitend braun. Die Eigenschutzzeit beträgt 20 – 30 Minuten.
  • Hauttyp 4: Menschen mit dunkelbraunen oder schwarzen Haaren. Sie werden schnell und deutlich braun. Die Eigenschutzzeit beträgt 40 Minuten.

Richtiger Schutz für die Haut

Um einen Sonnenbrand zu vermeiden, sollten Sie besonders in den Mittagsstunden (11:00 bis 15:00 Uhr) die direkte Sonne meiden. Cremen Sie sich mit einer wasserfesten Sonnencreme 30 Minuten vor dem Sonnenbad ein, damit diese ihre Wirkung entfalten kann. Der Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels besagt, um wie viel die individuelle Eigenschutzzeit überschritten werden kann ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Außerdem sollte man sich mehrmals täglich eincremen. Besonders wirksam ist sonnendichte Kleidung.

Schmerzhafter Sonnenbrand

Dauert die Sonnenbestrahlung länger als ihre individuelle Eigenschutzzeit, reagiert der Körper mit einem Sonnenbrand. Das ist eine akute Entzündung, die juckt, schmerzt und manchmal auch zur Blasenbildung führen kann. Zu intensive Bestrahlung führt auch zum schnelleren Altern der Haut, da die elastischen Fasern des Bindegewebes geschädigt werden – die Haut erschlafft und es bilden sich tiefe Falten. Desweiteren werden die Pigmentzellen angegriffen wodurch unschöne Hautflecken entstehen und in Folge auch zu Hautkrebs führen kann.

Wenn Sie einen Sonnenbrand haben, meiden Sie jede weitere Sonnenbestrahlung und legen Sie feuchte und kalte Tücher auf die betroffenen Stellen. Führen Sie ihrem Körper viel Flüssigkeit in Form von Wasser zu. Bei sehr starken Schmerzen, Blasenbildung oder Fieber ist eine ärztliche Behandlung notwendig.
 

“Unsere Nahrungsmittel sollen Heilmittel,
und unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.”

Hippokrates