Montag, 12. Mai 2014

Vom Honig bis zum Gelee Royal: Gesundes von der Biene!

Vom Apfel bis zur Zwetschke: Viele Pflanzen brauchen Bienen zur Bestäubung – sonst können sie keine Früchte entwickeln. Abgesehen davon stellen die fleißigen Sumsis auch viele Produkte her, die der Gesundheit von uns Menschen dienlich sind: Ein Überblick! 

Etwas weniger bekannt ist, dass die Luft aus den Bienenstöcken, die über eine spezielle Atemmaske eingesaugt wird, einen heilenden Effekt auf die Bronchialschleimhaut hat. Patienten mit Atemwegserkrankungen wie Asthma, chronischer Bronchitis oder Heuschnupfen haben gute Erfahrungen damit gemacht. Das ist auch gar nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass diese rund 35 Grad warme Luft mit Pollen, Propolis Harzen, Honig, Wachs und anderen natürlichen Substanzen ein einzigartiges Gemisch bildet.

Wesentlich häufiger wird das Bienenwachs genutzt, das von den Arbeiterbienen ausgeschwitzt und zu den typischen, sechseckigen Wabenformen verbaut wird. Dieses Wachs enthält an die 300 bisher nachgewiesene Stoffe und wird vom Menschen vor allem in Form von Bienenwachsauflagen, Salben und Cremes genutzt.

Das bekannteste Bienenprodukt ist natürlich der Honig: Er ist fiebersenkend und hilft auch, offene Wundern zu heilen. Außerdem besitzt Honig eine Vielzahl von gesunden Inhaltsstoffen wie Calcium, Eisen, Magnesium oder Natrium. Dadurch wird unser Immunsystem gestärkt und kann sich besser gegen Krankheiten wehren. Aber auch bei Magen-Darm-Beschwerden hat sich Honig bewährt.

Weiter geht’s mit dem Gelee Royal, mit dem die Larven genährt werden – vor allem die Bienenkönigin. Sie braucht – dank des Gelée Royales – nur 16 Tage vom Ei bis zum Schlüpfen und ernährt sich eine Leben lang von nichts anderem. Dementsprechend auch die Wirkung beim Menschen: In Zeiten körperlicher und seelischer Belastungen soll Gelee Royal für frische Kräfte sorgen, in der Erkältungssaison das Immunsystem stärken, den Stoffwechsel anregen und den weiblichen Hormonhaushalt normalisieren.

Fehlen noch der Blütenpollen und Propolis: Der Pollen ist das, was die Biene nach dem Blütenbesuch als kleine gelbe Kügelchen an ihren Hinterbeinen in den Stock befördert. Er ist reich an Kohlenhydraten, Eiweiß, Hormonen und Enzymen. In der Erfahrungsmedizin wird Pollen zur allgemeinen Stärkung und zur Anregung des Verdauungssystems angewendet.

Propolis dagegen ist ein gummiartiges, klebriges Material, das die Bienen aus Baumharz gewinnen. Sie nutzen ihn als Baustoff für den Bienenstock, isolieren und desinfizieren ihn damit. Die desinfizierende Wirkung kann auch der Mensch bei der Behandlung von Wunden und Hauterkrankungen wie Akne, Ekzeme und Schuppenflechte nutzen. Sogar beim Einsatz gegen Warzen und Nagelpilz wird von Erfolgen berichtet. Bei Magen- und Darmproblemen kann Propolis auch innerlich angewendet werden. Aber Achtung: Es gibt auch Menschen, die allergisch darauf reagieren!