Montag, 24. Juni 2013

Aloe Vera – der Pflanzendoktor gegen Sonnenbrand

Es kitzelt und brennt, kleine Bläschen haben sich auf den Armen und im Dekolléte gebildet, die Haut ist rot und heiß… Ein Sonnenbrand ist im Anzug. Wie gut, dass es die Aloe-Vera-Pflanze gibt (Aloe vera barbadensis Miller) – sie hilft schnell und außerordentlich effektiv.

Die Aloe Vera, eigentlich eine Wüstenlilie, ist wohl eine der erstaunlichsten Pflanzen, die uns die Natur geschenkt hat. Seit Jahrhunderten wird sie als „Erste-Hilfe-Pflanze“ verwendet und als Heilpflanze geschätzt. Dabei ist sie überhaupt nicht anspruchsvoll:

Die meisten Pflanzen bekommen früher oder später kleine Geschwister im Topf. Die nimmt man vorsichtig heraus und gibt ihnen ein eigenes Zuhause, damit sie so richtig anwachsen können. Das tun sie auch in durchaus zügigem Tempo – vorausgesetzt, man stellt sie NICHT in die pralle Sonne (da bekommen sie braune Flecken) und ertränkt sie nicht durch zu viel Gießen und Staunässe. Ansonsten ist die Pflanze völlig anspruchslos und will auch nicht gedüngt werden.

Nur überwintern muss die Aloe Vera im Wohnbereich, denn Minusgrade verträgt sie nicht. Schließlich stammt das Gewächs aus wärmeren Gebieten dieser Erde, wo es zum Teil wild wächst, aber auch gezielt für die Kosmetik- und Pharmaindustrie kultiviert wird.

Sobald die länglichen, dickfleischigen und prall mit zähflüssigem, hellgrünem Mark gefüllten Blätter groß genug sind, dass man sie aufschneiden kann, ist der „Pflanzendoktor“ verwendungsbereit. Das ist im Normalfall nach ca. zwei Jahren der Fall – nach ca. fünf Jahren ist ihre Wirkung angeblich am stärksten. Aber auch nach einem Jahr kann man die Blätter bereits unbedenklich einsetzen und wird über ihre Wirkung positiv erstaunt sein.

Das Mark in der Pflanze ist nämlich überaus reich an lebensfördernden Stoffen wie Vitaminen, Mineralsalzen, Aminosäuren, Enzymen und verdauungsfördernden Fermenten. Mit Hilfe neuester technischer Analysemethoden wurden etwa 400 Wirkstoffe, die heilend auf den menschlichen Organismus wirken, im Saft der Pflanze nachgewiesen. Vor allem aber sind die Wirkstoffe des reinen Gels im Inneren des Aloe Vera-Pflanzenblattes ein wohltuendes Erlebnis für die (von der Sonne geküsste) Haut.

Ganz konkret geht das so:

Man nehme ein Blatt, schneide es ab und ein Stückchen weit auf, sodass man die darin enthaltene, kühlende Feuchtigkeit sukzessive ein klein wenig herausdrücken und auf die Haut aufbringen kann. Die Wirkung setzt sofort ein: Die Haut entspannt sich merkbar, kühlt ab, das Kitzeln und Brennen hört auf. Über Nacht bilden sich auch etwaige Hitzebläschen zurück und die Haut ist – statt rot – ganz entspannt schön braun geworden.

Aloe Vera-Blätter wirken außerdem bei vielen Hautallergien beruhigend, sind pilz- und keimtötend sowie wund- und narbenheilend.