Montag, 24. Juni 2013

Auweh, schon wieder ein Krampf! – Was hilft?

Vor allem Wadenkrämpfe kommen ohne Vorankündigung während des Schlafes oder beim Sport. Sie sind sehr schmerzhaft, aber meistens harmlos. Die Ursachen können in zu geringer Flüssigkeitszufuhr und damit in einem gestörten Elektrolythaushalt liegen. Oder an Magnesiummangel. Oder an einer sportlichen Überforderung, wenn man nicht trainiert ist. Oder an zu viel Alkohol. Oder an altersbedingt verkürzten Muskeln…

Auweh! Noch bevor sie ganz wach ist, hält Katharina ihre Wade bereits umklammert. Mit schmerzverzerrtem Gesicht versucht sie verzweifelt, eine Stellung zu finden, die hilft, den Krampf  zu lockern – nichts geht. Es dauert fast eine Minute, bis sich das Bein wieder entspannt. Eine Restverhärtung bleibt allerdings und wird Katharina noch mehrere Tage lang an das unangenehme, morgendliche Ereignis erinnern.

Besonders betroffen von diesem schmerzhaften Phänomen sind Jugendliche, die aufgrund des Wachstums viele Mineralstoffe benötigen – und Schwangere: Vor allem in der zweiten Schwangerschaftshälfte besteht ein erhöhter Mineralstoffbedarf, besonders Magnesium fehlt. Aber Katharina bekommt kein Kind, hat auch nicht zu viel Alkohol getrunken, für dessen Abbau Magnesium benötigt wird (das dann den Muskeln fehlt). Und sportlich ist sie auch nicht allzu stark engagiert.

Bei den schweißtreibenden Temperaturen im Sommer gehen Flüssigkeit und Mineralstoffe allerdings auch ohne Sport verloren. Vor allem Natrium wird massenhaft ausgeschieden (Schweiß schmeckt immer salzig!).

Was kann man gegen diese Krämpfe tun?

Im Akutstadium empfiehlt es sich, so gut und tief wie möglich durchzuatmen und danach, zu dehnen, zu bürsten, mit einer Pflegelotion oder auch einer Ringelblumensalbe gut durchzukneten und dann warm abzubrausen oder ein entspannendes Bad zu nehmen.

Zur Vorbeugung gilt es vor allem, den Elektrolythaushalt konstant zu halten: Dazu gehört eine ausgewogene Ernährung  mit Vollkornprodukten, Obst, (grünem) Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen. Auch Trockenfrüchte sind reich an Mineralstoffen. Kalium steckt in Bananen, Gemüse, Reis und Kartoffeln, Calcium in Milch und Milchprodukten, insbesondere in Hartkäse. Auch Mineralwassern und Elektrolytgetränken kommt eine große Bedeutung zu, da reines Wasser an heißen Tagen zusätzlich zur Ausschwemmung beiträgt.

Bei erhöhtem Bedarf bieten sich Mineralstoffpräparate in Form von Kapseln, Brausetabletten oder Kautabletten an. Dabei sollte man aus Gründen der Wirksamkeit vor allem auf organische Verbindungen zurückgreifen (zum Beispiel -aspartat, -citrat, -orotat). Als hilfreich hat sich aber auch die Einnahme des Schüßler-Salzes Nr. 7 (Magnesium phosphoricum in der D6 oder D12) erwiesen.