Montag, 19. Januar 2015

Rauf, runter, rauf… Hilfe, wie bremst man den Jo-Jo-Effekt aus?

Soeben hat man sich nach der Diät noch über drei Kilo minus gefreut – aber nur wenige Tage später sind gleich vier Kilos wieder drauf! Der Körper hat uns ausgetrickst und die Fettdepots in Windeseile wieder angefüllt: Er will für die nächste „Hungersnot“ gerüstet sein und kommt nach dieser Diäterfahrung auch mit weniger Nahrung zurecht. Der Effekt: Noch ein Kilo mehr bei normalem Essen – Hilfe! Wie stoppt man den Jojo-Effekt, ich will endlich nachhaltig abnehmen!

Eigentlich ist der Jojo-Effekt im wahrsten Sinne des Wortes steinzeitlich: Wer damals seinen Stoffwechsel so umstellen konnte, dass er auch mit sehr wenig Nahrung durch den Winter kam oder Hungersnöte überstand, war gegenüber Menschen, die schlechte Futterverwerter waren und immer ausreichend zu essen brauchten, eindeutig im Vorteil. Dafür sollten wir unserem Körper eigentlich dankbar sein – wenn dieser Dickmachereffekt nicht wäre.

Also: Wie rückt man dem Jojo-Effekt wirksam zu Leibe? Erkenntnis Nummer eins dazu lautet: Es gibt keine Mittel und keine Diät, bei dem schnelles Abnehmen und das anschließende Zurückkehren zur alten Lebensweise den Jojo-Effekt verhindern könnte! Daraus folgt Erkenntnis Nummer zwei: Man muss etwas tun! Muskeln aufbauen durch Bewegung unter gleichzeitiger Zufuhr von Eiweiß-Produkten z. B., damit die Muskeln nicht abgebaut werden. Denn: Muskeln verbrennen Energie, sogar, wenn man auf dem Sofa sitzt.

Dritte Erkenntnis: Schnell geht gar nichts. Nur langsam und überlegt können die Kilos dauerhaft purzeln. Das tut übrigens auch der Haut gut, die sonst mit dem Schrumpfen kaum nachkommt und sichtbar Falten schlägt…
Man isst also regelmäßig, aber regelmäßig etwas weniger und lässt die größten Sünden weg. Am besten, man baut einfach etwas mehr Bewegung in den Alltag ein: Stiegen steigen statt den Lift nutzen, Fahrrad strampeln statt Auto fahren, Einkaufstüte als Gewichthebegerät nutzen und ein paar Mal auf und ab heben – je nachdem, was zu einem passt. Zusammen mit etwas Sport bringt allein das oft bereits interessante Ergebnisse – ohne Jojo-Effekt. Mehr essen darf man ob der Anstrengungen natürlich nicht, sonst tut sich wenig.

Vierte Erkenntnis: Man darf nie mehr zu den vorherigen Ernährungsgewohnheiten zurückkehren, sondern muss etwas neu machen. Weniger tierische Fette, weniger Süßes, öfter auch mal Obst und Gemüse ins Essen „mischen“, fixe Mahlzeiten einhalten, Snacks weglassen… Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden – was er ändert und was er nicht missen möchte. Hauptsache, der Jojo-Effekt hat sich in die Steinzeit zurück gezogen und ausgedient!