Ernährungsmythen: Was stimmt, was nicht?

Donnerstag, 30. August 2018

Ernährungsmythen: Was stimmt, was nicht?

Es gibt viele Infos rund um das Thema Ernährung und viele davon sind falsch.

Mit der Ernährung ist das so eine Sache. Es gibt unzählige Weisheiten, Ratschläge und Tipps, doch viele davon entpuppen sich bei genauerem Hinsehen als schlichtweg falsch. Hier schauen wir uns ein paar allgemein bekannte Aussagen zum Thema Ernährung an und prüfen, ob diese richtig oder falsch sind.

  • Kaffee entzieht dem Körper Wasser
    Es heißt immer, dass Kaffee den Körper dehydriert. Das stimmt aber so nicht. Studien haben gezeigt, dass das Koffein im Kaffee eine harntreibende Wirkung hat. Das heißt, dass die zugeführte Flüssigkeit schneller wieder den Körper verlässt, der gesamte Einfluss auf den Wasserhaushalt des Körpers ist jedoch vernachlässigbar. Sie können Kaffee also mit gutem Gewissen in die tägliche Flüssigkeitsbilanz mit einrechnen.

  • Eier erhöhen den Cholesterinspiegel
    Eier enthalten viel Cholesterin, das stimmt und wurde in Untersuchungen immer wieder gezeigt. Cholesterin ist auch wichtig für uns, denn ohne diesen Stoff wären wir nicht überlebensfähig.
    All das Cholesterin, das unser Körper täglich braucht, kann er problemlos selbst herstellen, es gibt aber eben auch Lebensmittel, die diesen Stoff enthalten. Neue Studien haben gezeigt, dass die Cholesterinaufnahme über die Nahrung nur äußerst gering ist. Der Körper kann nämlich die Cholesterinaufnahme selbst regulieren. Der Einfluss von Eiern auf den Cholesterinspiegel ist also sehr gering und man kann sie mit gutem Gewissen verspeisen.

  • Der Bierbauch kommt vom Bier
    Das stimmt so nicht ganz. Bier ist ein hochkalorisches Lebensmittel und macht dick – das ist unbestritten. Dass sich das zusätzliche Gewicht, dass übermäßiger Bierkonsum hervorruft, jedoch nur am Bauch ansetzt, ist falsch. Das ist von Person zu Person unterschiedlich.

  • Fruchtsäuren schädigen den Zahnschmelz
    Das stimmt. Viele Menschen ernähren sich gesund, indem sie viele Früchte und Salat essen sowie regelmäßig Fruchtsäfte trinken. Das ist zwar allgemein gut für die Gesundheit, jedoch nicht optimal für unsere Zähne. Die Säuren weichen den Zahnschmelz auf und entziehen diesem Mineralstoffe. Mit der Zeit wird er brüchig und dünn, was bei häufigem Verzehr von säurehaltigen Lebensmitteln langfristig zu Zahnerosion führt. Gefährlich für den Zahnschmelz sind vor allem Obst, Essig, Fruchtsäfte, Wein und Sportgetränke.
    Um die negativen Auswirkungen der Säure auf unsere Zähne zu verringern, können wir entweder calciumhaltige Nahrungsmitteln dazuessen (das remineralisiert die Zähne wieder) oder wir spülen einfach nach jedem Essen unseren Mund mit Leitungswasser. Das bringt den pH-Wert im Mund wieder auf sein natürliches Niveau und neutralisiert so die Säuren.

  • Abends essen macht dick
    Das ist ein echter Mythos, der sich jedoch sehr hartnäckig hält. Immer wieder hört man von verschiedenen Personen, dass sie jetzt anfangen müssen, abends weniger zu essen, weil sie in letzter Zeit so viel zugenommen haben. Dass sich aber Speisen, die nach 18 Uhr konsumiert werden, besonders auf Hüften und Bauch schlagen, konnte wissenschaftlich noch nicht wirklich bestätigt werden. Vielmehr geht es um die gesamte Kalorienmenge, die man täglich konsumiert. Isst man ausschließlich nachts, aber nimmt man dabei weniger Kalorien auf, als man braucht, nimmt man kein Gramm zu (man wird langfristig sogar abnehmen). Was dagegen wahrscheinlich ist: man schläft schlecht, weil man sich den Bauch kurz vor dem zu Bett gehen noch vollgeschagen hat.