Nahrungsergänzungsmittel für Herbst und Winter

Dienstag, 11. Oktober 2016

Nahrungsergänzungsmittel für Herbst und Winter

Im Winter fehlt uns Energie, wir sind öfter krank und Begriffe wie die Winterdepression geistern durch die Medien. Hier könnten Nahrungsergänzungsmittel helfen.

Gründe, warum wir uns im Winter schlapp fühlen, gibt es viele. Das könnten z. B. sein:

  • fehlendes Sonnenlicht: die Tage sind kurz, Licht kostbar und rar. Geht man ins Büro, wenn es dämmert, und kommt man erst wieder nach Hause, wenn es bereits finster ist, bekommt man schnell zu wenig davon.
  • zu wenig Bewegung: alle, die im Sommer gerne draußen Sport machen, haben im Winter ein Problem. Es ist kalt, das Wetter schlecht, da wird gerne einmal auf eine Sporteinheit verzichtet.
  • zu viel oder falsches Essen: in der heutigen, hektischen Zeit ist es nicht verwunderlich, wenn zu Fast Food gegriffen wird. Das geht schnell und unkompliziert.
  • Stress: die Belastungen am Arbeitsplatz nehmen stetig zu, der Stress wächst, das macht krank.
  • grippale Infekte: im Winter erhöht sich durch die niedrigen Temperaturen und die überhitzen Räume mit ihrer knochentrockenen Luft die Gefahr, an grippalen Infekten zu erkranken.

Es gibt ein paar Nahrungsergänzungsmittel, deren Einnahme man sich im Herbst und Winter überlegen kann. Hier sind die wichtigsten:

Vitamin D: Der Körper braucht dieses Vitamin, um Kalzium zu verarbeiten und in die Knochen einzubauen. Außerdem stärkt es die Immunabwehr. Vor allem im Herbst und Winter ist die Supplementierung mit Vitamin D eine gute Idee. Normalerweise werden 90 % der vom Körper benötigten Menge mit Hilfe der Sonne über die Haut erzeugt. Die restlichen 10 % werden über die Nahrung aufgenommen. Im Herbst und Winter werden die Tage aber kürzer und auch die Sonnenintensität nimmt ab. Der Körper produziert weniger Vitamin D und so kommt es schnell zu einer Unterversorgung. Vor allem Menschen, die älter als 60 Jahre sind, gelten als Risikogruppe. Vergleichen mit Zwanzigjährigen ist die Vitamin-D-Bildung bei ihnen um den Faktor vier verringert.

Vitamin C: Der Klassiker. Vitamin C stärkt das Immunsystem, schützt vor freien Radikalen und baut oxidativen Stress ab. Die vorbeugende Einnahme bringt, entgegen der gängigen Meinung, nichts. Es wird kein Infekt verhindert, wenn man Vitamin C nimmt. Es hilft aber, wenn man schon krank ist. 200 mg pro Tag mildern die Symptome von Erkältungskrankheiten und verkürzen ihre Dauer. Trotzdem sollte auf eine ordentliche Versorgung mit Vitamin C geachtet werden, denn es ist essentiell für den Körper.

Folsäure: Diese ist wichtig für die Zellteilung und ist eigentlich in Gemüse reichlich vorhanden. Im Winter kann es trotzdem zu einer Unterversorgung kommen. Folsäure ist extrem empfindlich gegenüber Hitze und Licht. Da wir im Winter eher heiße Speisen konsumieren und Gemüse nicht gerade Saison hat, kann man sich eine Supplementierung überlegen. Empfohlen werden 400 Mikrogramm pro Tag.

Zink: Dieses Spurenelement stimuliert bestimmte Teile des Immunsystems und schützt vor Erkältungen, weil Viren nicht mehr so leicht an der Nasenschleimhaut andocken können. Zudem hemmt es ihre Vermehrung. Zink beugt also Erkältungen vor.

Eisen: Auch dieses Spurenelement stimuliert das Immunsystem. Für die Eisenaufnahme ist eine gute Vitamin-C-Versorgung wichtig, denn sonst ist die Aufnahme über die Nahrung beeinträchtigt. Wichtig: Trinken Sie nicht zu viel Kaffee oder schwarzen Tee, denn auch so wird die Eisenaufnahme gehemmt und dann fühlen wir uns schlapp.

All diese Punkte sind Argumente für Nahrungsergänzungsmittel. Bedenken Sie aber, dass diese kein Ersatz für eine ausgeglichene, gesunde Ernährung sind. Es steckt schließlich schon im Namen: Nahrungsergänzungsmittel ergänzen die Nahrung und ersetzen sie nicht.

Am besten holen Sie immer ärztlichen Rat ein, bevor Sie sich für die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels entscheiden.

“Unsere Nahrungsmittel sollen Heilmittel,
und unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.”

Hippokrates