Donnerstag, 30. Juli 2009

Männergesundheit! - Haben Männer Angst vor dem Arzt?

Obwohl die Lebenserwartung der Männer im Durchschnitt um sechs Jahre niedriger ist als jene der Frauen, gehen Männer besonders sorglos mit ihrer eigenen Gesundheit um. Männer sehen sich als Helden, unverwundbar und grenzenlos belastbar. Sie leben ungesünder als Frauen, und vermeiden Arztbesuche.

Vorsorgeuntersuchungen sind sowieso kein Thema über das man spricht, Arztgeschweige denn zu denen man geht. Männer fühlen sich als das „starke“ Geschlecht was ihre Muskelkraft betrifft. In Sachen Gesundheit sind sie es jedoch nicht!

Welche Risikofaktoren beeinflussen die Männergesundheit?

  • Männer ernähren sich nicht gesundheitsbewusst. Sie essen zu viel und besonders zu viel Fettes und sind daher oft übergewichtig oder sogar krankhaft fettleibig.
  • Männer rauchen viel und doppelt so viele Männer als Frauen trinken mehr als die empfohlene Maximalmenge an Alkohol. Die Richtlinie lautet: an maximal 3 Tagen in der Woche nicht mehr als 2 Einheiten Alkohol. Wobei eine Einheit einem Achterl Wein oder einem kleine Bier entspricht.
  • Männer setzen sich mehr Stress aus und gönnen sich wenige Entspannungsphasen.
  • Sie sind körperlich meist inaktiv und bewegen sich zu wenig, haben aber eine erhöhte Risikobereitschaft und sind daher öfters von Sportverletzungen betroffen.
  • Männer missachten erste Anzeichen von Krankheiten und gehen oft viel zu spät zum Arzt.

Der größte Risikofaktor für die Gesundheit des Mannes ist also sein Lebensstil! Um gesund zu leben muss man versuchen die Lebensgewohnheiten in eine positive Richtung zu verändern. Männer müssen lernen, dass ausschließlich sie selber die Verantwortung für ihre Gesundheit tragen.

Warum meiden Männer den Besuch beim Arzt?

Haben Männer Angst vor dem Arzt? Männer sind Weltmeister darin sich Ausreden einfallen zu lassen, warum sie nicht zum Arzt gehen können. Ihnen wird schon im Kindesalter eingeimpft, dass sie „hart und tapfer“ sein müssen. Sie neigen ihrem Körper betreffend zur Bagatellisierung und Dissimulation. Sie möchten ihre Probleme selber in den Griff bekommen und vertrauen sich ungern einem Dritten an. Außerdem tun sie sich schwer, bestimmte anatomische Gegebenheiten und Funktionen einem Fremden gegenüber zu erklären. Ein weiteres Problem, warum Männer eine ablehnende Haltung gegenüber Ärzten haben, ist ein gewisses Gefühl der Peinlichkeit und Schwäche, das sich einstellt, wenn es um den eigenen Körper geht.

Das Schlimme daran ist aber, dass viele Krankheiten heilbar sind, wenn sie in einem frühen Stadium erkannt werden.

Männer müssen es lernen, über ihre gesundheitlichen Probleme zu reden. Sie müssen Vorsorgeuntersuchungen als wichtig ansehen. Sie müssen ihre Lebensgewohnheiten ändern. Stress und psychische Anspannung verringern, sich gesünder ernähren und Übergewicht abbauen, auf Alkohol und Nikotin verzichten und viel Bewegung machen. Vielleicht schaffen Sie es dann ihre eigene Lebenserwartung der der Frauen anzugleichen.