Montag, 26. Juli 2010

Insekten, die Plage des Sommers!

Der Sommer ist die Zeit der Insekten. Wer kennt es nicht, wenn man mitten in der Nacht aufwacht, und dann ewig nicht mehr einschlafen kann, weil eine Gelse um einen herum schwirrt und einem den letzten Nerv und Schlaf kostet. Oder das gemütliche Mittagessen im Garten oder auf der Terrasse. Plötzliche schwirren unzählige Wespen und Fliegen um das Essen herum, dass einem der ganze Appetit vergehen kann. Insekten können dann zu einer wirklichen Plage werden.  

Insekten werden zum Beispiel durch den Geruch von Schweiß, Blut, Harn oder Speichel angezogen. Aber auch bunte Farben und blumige Muster oder schwarze Stoffe ziehen Insekten an. In der Nähe von stillen Gewässern ist die Insektenplage meist besonders groß. Gelsen vermehren sich vom Frühjahr bis in den Herbst überall dort wo Wasser einige Tage in Ruhe steht. Gelsen legen 50 bis 500 Eier auf die Wasseroberfläche, die nach ein paar Tagen schlüpfen.

Insektenstiche oder -bisse sind meist harmlos aber lästig. Sie führen in der Regel zu mehr oder weniger schmerzhaften und juckenden Rötungen und Schwellungen, die normalerweise innerhalb weniger Tag verschwinden. Nur selten sind sie lebensbedrohend. Das kann bei einer allergischen Reaktion oder bei einem Stich im Mund- und Rachenraum der Fall sein.

Was hilft nach einem Stich?

  • Bei Bienen- oder Wespenstichen entfernen Sie vorsichtig den Stachel mit dem Giftsack mit Hilfe eines Fingernagels, einer Kreditkarte der einer Pinzette. Drücke Sie den Stachel niemals aus, weil sich dadurch das Gift noch mehr verbreitet.
  • Bei einem Bienen- oder Wespenstich im Mund- oder Rachenbereich, lutschen Sie Eiswürfel, ein Eis und legen Sie eiskalte Umschläge auf den Hals. Bei einem starken Anschwellen kann Erstickungsgefahr bestehen. Es ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.
  • Die betroffene Stelle sorgfältig mit Wasser und Seife reinigen.
  • Eis- oder Kaltkompressen mildern den Juckreiz und die Schwellung.
  • Zur Linderung des Juckreizes eine Salbe mit einem Antihistamin oder eine geeignete Schmerzsalbe auftragen.
  • Bei homöopathischen Mitteln ist die erste Wahl Ledum. Bei Bienen- und Wespenstichen und allergischen Reaktionen hilft Apis. Auch eine Arnika-Tinktur auf der betroffenen Stelle kann helfen.

Bewährte Hausmitteln können auch Abhilfe verschaffen:

  • Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass im Speichel ein bestimmter Stoff enthalten ist, der den Juckreiz mildert – also Spucke auf den Stich.
  • Feuchte, kühle Wickel aus Essigwasser und Tonerde mildern den Juckreiz.
  • Gewürznelkenöl wirkt entzündungshemmend und lindert den Juckreiz.
  • Der Saft einer Zwiebel auf der betroffenen Stelle hilft.
  • Kampfer und Menthol kühlt die Stichstelle, beruhigt die Haut und mildert den Juckreiz.

Nicht wenige Menschen reagieren allergisch auf Wespen- und Bienenstiche. Vorzeichen für einen anaphylaktischen Schock sind:

  • Die betroffene Hautstelle schwillt stark an.
  • Keuchen oder andere Atemprobleme.
  • Zusätzliches Brennen und Jucken an den Fußsohlen und Handflächen.
  • Jucken und Anschwellen der Zunge und im Rachenbereich.
  • Schwindel oder Ohnmacht
  • Beschleunigter Herzschlag, Hitzegefühl oder Frösteln
  • Erbrechen oder Übelkeit.

In diesem Fall muss sofort ein Notarzt gerufen werden. Bringen Sie die Person in Schocklage und lagern Sie den Körperteil mit dem Einstich so, dass er tiefer als das Herz liegt. Lockern Sie beengte Kleidung und überprüfen sie regelmäßig den Puls und die Atmung.

Wenn Sie wissen, dass Sie allergisch auf Stiche reagieren, sollten Sie immer ein Notfallset dabei haben. Dieses enthält meist ein antiallergisches Mittel, ein Cortisonpräparat und Adrenalin. Familienmitglieder und Freunde sollten darüber informiert werden und wissen, wie diese Medikamente im Notfall angewandt werden müssen.

Ein effektiver Schutz gegen Insektenstiche ist im Sommer nicht immer leicht. Fliegengitter sind am effektivsten und haben keine Nebenwirkungen. Auch ätherische Öle wirken gegen Insekten. Sie sind nicht unverdünnt auf die Haut zu schmieren. Der Geruch von Lavendel, Sandelholz, Cajeput und Eukalyptus in einem Raum hält Insekten fern. Auch diverse Insektensprays und –lotions können helfen.