Mittwoch, 11. August 2010

Herpes – Hochsaison für Lippenbläschen

Fast jeder hat es, doch nur bei einem Drittel aller Infizierten bricht es aus – das Herpes-Virus. Lippenherpes gehört zu den am weitesten verbreiteten Volkskrankheiten der westlichen Welt. 90 % der Weltbevölkerung trägt das Virus in sich, welches die nässenden und juckenden Fieberblasen auslöst. Herpes

Der erste Kontakt, und damit die eigentlich Ansteckung mit dem Virus, erfolgt meist unbemerkt im Alter von drei bis fünf Jahren. Die Quelle sind andere Kinder oder Erwachsene mit Fieberblasen. Herpes wird durch Tröpfchen-Infektion oder durch direkten Kontakt (z.B. Küssen, Berühren der infizierten Stelle, gemeinsame Benutzung von Trinkgefäßen) übertragen.

Der Herpes-simplex-Virus (HSV) greift die obersten Zellen der Haut an. Hier entstehen kleine, nässende Bläschen. Die Haut ist gerötet und schmerzt. Von der Oberhaut bewegt sich das Virus über die Nervenbahnen zu den Nervenwurzeln, wo es in einer Art Dämmerzustand verweilt. Sobald das Immunsystem geschwächt ist, wird das Virus wieder aktiv und breitet sich auf umgekehrten Weg wieder in Richtung Haut aus. Dort erscheint es erneut in Form eines Fieberbläschens.

Eine Reinfektion kann durch äußere und innere Ursachen hervorgerufen werden:

  • intensive Sonnen- bzw. UV-Bestrahlung
  • kleiner Verletzungen
  • starke Reizung der Haut
  • Verbrennungen
  • zahnärztliche Behandlungen
  • Stress
  • Fieber
  • Regelbeschwerden
  • Tumorerkrankungen

Die ersten Anzeichen von Lippenherpes sind ein Spannungsgefühl und Juckreiz. Innerhalb kürzester Zeit entstehen kleine, nässende Bläschen. Sie heilen unter Krustenbildung innerhalb von acht bis zehn Tagen ab. Bis zum kompletten Verkrusten des Lippenbläschens kann man andere Personen mit dem Virus infizieren.

Nachdem es keine Impfung gegen HSV gibt, ist das vorrangige Ziel bei der Behandlung, die Beschwerden zu lindern und die Zeit des Abheilens zu verkürzen. Einerseits findet man unterschiedliche Präparate in der Apotheke. Sie helfen meist schnell und effektiv. Cremes mit den Wirkstoffen Aciclovir und Penciclovir dringen in die oberste Hautschicht ein und stoppen die Vermehrung der Herpes-Viren. Gels mit Zinksulfat trocknen die Bläschen aus und verhindern ein Übergreifen auf noch gesunde Hautpartien. Außerdem wirkt sich Zink positiv auf die Wundheilung aus. Trägt man die Creme schon auf wenn sich die Fieberblase durch Kribbeln ankündigt, dann kann sich die Erkrankung im besten Fall nur durch eine gerötete Hautstelle äußern.

Es gibt aber auch einige Hausmitteln gegen lästige Fieberblasen. Das beste Rezept ist Honig. Honig ist nicht nur ein guter Brotaufstrich, er hat auch eine antibakterielle Wirkung. Tupft man mehrmals täglich auf die betroffene Stelle Honig, werden die Herpes-Viren abgetötet, und die Haut kann sich wieder regenerieren.

Japanische Mikrobiologen haben die Wirksamkeit eines Extraktes aus schwarzen Johannisbeeren belegt. Johannisbeer-Extrakt beeinflusst die Anheftung von HSV an die Zellmembran und führt zu einer Hemmung der Virusvermehrung. Betupfen Sie mehrmals täglich die Fieberblase mit Johannisbeersaft zur schnelleren Heilung.

Teebaumöl hat wie Honig eine antibakterielle Wirkung. Außerdem wirkt die Substanz stark austrocknend, wodurch das mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen schneller verschwindet. Bei der Anwendung mit Teebaumöl muss man jedoch darauf achten, dass man dieses nicht auf gesunden Hautstellen aufträgt, weil es diese schnell spröde macht und ein neuerlicher Nährboden für Viren entsteht.

Ein alt bewährtes Hausmittel ist das Aufstreichen von Zahnpaste. Es hat jedoch keine antibakterielle Wirkung, sondern trocknet das Bläschen nur aus. Melissenöl hingegen lindert den Juckreiz. Um einen besonders guten Effekt zu erzielen kann man Zahnpaste mit Melissenöl und Honig vermischen und diese Creme auftragen.

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“Unsere Nahrungsmittel sollen Heilmittel,
und unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.”

Hippokrates