Dienstag, 19. März 2013

F. X. Mayr-Kur: Damit die Kilos purzeln und der Teint wieder strahlt!

Altbackene Semmeln und Milch, Bittersalz, Tees, Wasser, Bauchmassagen, körperliche Bewegung bis zum Schwitzen und sonst drei Wochen lang nix. Damit soll der Darm gereinigt und entschlackt und die gesunde Darmtätigkeit wieder angeregt werden. – Wir haben die Kur ausprobiert… ein Erfahrungsbericht. Gleich vorweg: Das Ergebnis ist grandios!

Bereits einige Tage vor Beginn der dreiwöchigen F. X. Mayr-Kur kaufen wir Semmeln ein, denn die müssen drei, vier Tage vor dem Verzehr abliegen. Dazu Milch – wer die nicht verträgt, greift auf Schaf-, Ziegen-, oder Sojamilch zurück. Und dann ist es soweit: Tag eins von 21 bricht an – mit einer alten Semmel und einem Häferl nicht zu kalter Milch.
Man beißt von der Semmel ab, kaut den Bissen gaaanz langsam durch, bis nur noch ein süßlicher Brei im Mund zurück bleibt – und nimmt einen Schuck Milch zum Runterspülen. Auf keinen Fall die Milch ohne Semmel trinken – bis zum letzten Schluck immer mit einem Bissen paaren.

Das kann man so lange machen, bis man satt ist – auf die Menge kommt es bei dieser Kur nicht an, Hunger ist überhaupt kein Thema. Es geht darum, das Kauen wieder zu beleben und den Darm mit dieser Breikost zu entlasten. Und zu reinigen.
Dazu setzt man am Abend auch einen Teelöffel Bittersalz mit ein bisschen Wasser an, das man früh morgens mit genau einem Viertel Liter möglichst warmem Wasser anfüllt und trinkt. So nimmt man dem Bittersalz die agressive Wirkung. Als sinnvoll erwiesen haben sich auch über den Tag verteilt getrunkene Kräutertees, um die Verdauung zu fördern und die Leber bei der Entgiftung zu entlasten.

Wunderbar wirken sich auch Bauchmassagen aus. Die kann man durchaus selber machen: Luft in den Bauch atmen, sodass sich der Bauch sichtbar hebt, dann ausatmen und gleichzeitig einzelne Bauchstellen mit den Fingern „tief durchrütteln“. Das fördert die Verdauung und löst Schlacken aus dem Darm.

Das erste Ergebnis: Man merkt, wie unterschiedlich Semmeln sein können… manche sind nach drei Tagen einfach nur noch bröselig, andere kaugummiartig, die einen schmecken voll salzig, die anderen überhaupt nach nichts. Doch: Geschmack beiseite. Das erste, was sich ändert, ist der Stuhl: Er wird breiig und heller (eh klar, von Semmeln und Milch). In den Tagen drei bis sechs treten außerdem unangenehme Nebenwirkungen auf: Der Rücken schmerzt (wenn sich der Bauch verändert, muss sich auch das „Kreuz“ anpassen), der Kreislauf vertschüßt sich ein wenig, Müdigkeit macht sich breit… Außerdem schaut man schlecht aus, das Gesicht wirkt gealtert, ein wenig faltig. Macht nichts, geht alles wieder weg!

Und dann purzeln die ersten Kilos. Ganz verlässlich. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier – bis zum zehnten Tag. Dann ist Stillstand. Bis ganz zum Schluss – in den Tagen 18 bis 21 geht das Gewicht erneut ruckartig runter. So kann man nach drei Wochen gut sechs, sieben Kilos leichter sein.
Dafür muss man allerdings mindestens zweimal pro Woche schwitzen – beim Sport oder in der Sauna, egal. Muskeltraining ist aber natürlich immer gut.

Ab der Kur-Mitte fühlt man sich ständig besser, die Energie kehrt zurück. Mit ungeahnter Kraft: Die Augen leuchten hellwach, der Teint wird rosig, die Haut wird rein und strahlend frisch. 

Ob das Ergebnis hält, was es verspricht, hängt nun davon ab, wie wir wieder normal zu essen beginnen: Auf alle Fälle langsam. An den ersten Tagen bleibt das Semmerl alt, aber es kommt Butter drauf – wie köstlich! Dann das erste Scheibchen Käse – hm! – ein weiches Ei, Gemüsesuppen, Fisch, Kartoffel, ein Hühnchen, etwas Reis… alles, was leicht verdaulich ist. Erst in der dritten Woche kommt Süßes und Rohes dazu, das heißt: Salat, Früchte und Schokolade. Und Kaffee. Und schwarzer oder grüner Tee. Das Bittersalz wird langsam ausgeschlichen: Einen Tag machen wir Pause, dann trinken wir es wieder, dann zwei Tage kein Bittersalz… bis es schließlich ganz vorbei ist.

Und dann ist alles wieder ganz normal – mit einem Unterschied: Wir sind viel agiler, lebendiger, leichter, hübscher geworden. Das quälende Kopfweh ist weg, die Müdigkeitsanfälle – ebenfalls Geschichte. Das Ergebnis ist grandios – und wie schnell die insgesamt drei Wochen Milch-Semmel-Fasten plus zwei Wochen Fastenausleitung vergangen sind: Schwupp – und vorbei. Geblieben sind spürbar mehr Lebensfreude und eine Kleidergröße weniger (die sich auch tatsächlich hält, wenn wir weiter Sport machen, schwitzen und nicht zu viel ungesundes Essen und Trinken zu uns nehmen!). Grandios!