Donnerstag, 06. Februar 2014

Gesundheitsrisiko Bildschirm – so schonen Sie Ihre Augen!

Unser Sehapparat verbringt tagtäglich Höchstleistungen, vor allem vor dem Computer, dem Tablett, der Playstation… Dabei blinzelt das konzentrierte Auge aber oft nur zwei Mal pro Sekunde (statt sonst bis zu 20 Mal). Das Ergebnis: Die Augen werden trocken, fangen an zu jucken und zu brennen und werden mit den Jahren zunehmend schwächer. Mit folgenden Tipps bleibt Ihre Sehkraft länger und gesund erhalten:

Hat man ein Zimmer bzw. ein Büro mit Fenster, reicht es oft schon, zwischendurch vom Bildschirm auszublicken und den Blick einfach so in die Ferne schweifen zu lassen. Wie gedankenverloren, ohne etwas Konkretes zu fixieren. Damit verändert man den Nah-Fern-Fokus, sodass die Augenmuskeln in Bewegung bleiben. Macht man das alle 30 bis 60 Sekunden, hat man bereits eine gute Grundlage für die Gesunderhaltung der Augen geschaffen.

Noch ein Trick: Oft aufstehen, etwas kopieren gehen, sich etwas zu trinken holen, Gesprächseinheiten auf den Tag verteilen… einfach alles tun, um einer stundenlangen, starren Fokussierung des Auges möglichst häufig entgegen zu wirken.

Von enormer Bedeutung sind auch die richtigen Lichtverhältnisse: Ein absolutes No-Go sind Computer, die direkt VOR einem Fenster aufgestellt sind. Die Helligkeit hinter dem Bildschirm – im schlimmsten Fall direkte Sonneneinstrahlung – ermüdet das Auge extrem. Ideal ist es, wenn der Bildschirm im rechten Winkel zum Fenster steht und kein direktes Licht – auch nicht das Licht einer Schreibtischlampe – auf den Bildschirm scheint. Vor allem kaltes, sehr helles Licht (z. B. Halogenlampen) sollte bei längerer Bildschirmtätigkeit vermieden werden. Die Lichtquelle wird am besten seitlich oder an der Decke positioniert, um ein direktes Hineinsehen oder ein Spiegeln im Bildschirm zu vermeiden.

Der nächste, total wichtige Aspekt ist der Mindestabstand zum Bildschirm: In Zeiten von Notebooks, Tabletts und Co kleben viele Userinnen und User ja schon fast mit der Nase am Display. Dabei beträgt der von Experten definierte Mindestabstand zwischen Bildschirm und Auge 50 Zentimeter. Mit Betonung auf „MINDEST-Abstand“! Die Lösung: Texte vergrößern und damit auch weiter weg lesbar machen!

Gift für die Augen sind auch verschmutzte Bildschirme (und Brillen), spiegelnde Oberflächen, schlechte Bildschirmauflösungen oder gar alte Röhrenbildschirme statt der modernen Flachbildschirme! Auch Zugluft oder zu geringe Luftfeuchtigkeit bzw. Klimaanlagen können das Auftrocknen des Auges begünstigen – besonders bei Linsenträger/innen.

Hier hilft es, den Augen zusätzlich Feuchtigkeit zu gönnen: Mit speziellen Augentropfen als künstlicher Tränenflüssigkeit, aber auch mit ausreichenden Flüssigkeitszufuhr – das heißt, man muss auch bei der Bildschirmarbeit (oder beim Surfen, Spielen etc.) immer genug trinken! Dabei kann man es sich auch gleich angewöhnen, genießerisch die Augen zu schließen und ihnen ein paar Momente dunkle Erholung zu verschaffen. Bahnt sich dann noch ein intensives Gähnen seinen Weg, ist alles bestens: Durch das Gähnen wird die Gesichtsmuskulatur entspannt und die Augen werden befeuchtet. Wenn Sie dabei noch ein paar Tränen weinen können, umso besser!

“Unsere Nahrungsmittel sollen Heilmittel,
und unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.”

Hippokrates