Donnerstag, 06. Februar 2014

Kalte Füße – was tun?

Viele Menschen, vor allem Frauen, leiden auch bei milderen Temperaturen unter kalten Füßen. Partner stöhnen auf, wenn sie im Bett an ihre eisigen Zehen stoßen. Sie versucht es statt mit den warmen Oberschenkeln des Mannes mit dicken Socken, friert trotzdem vor sich hin und kann nicht einschlafen. Da muss doch ein „Kraut“ dagegen gewachsen sein…!

Ist es auch. Abgesehen von Wärmeflaschen, die das Fußende des Bettes angenehm vorwärmen, empfehlen die Experten heiße abendliche Fußbäder mit ein paar Tropfen Zimtöl, dem Saft von zwei Zitronen oder 20 Gramm Senfmehl. Auch Badezusätze aus Salz, Eukalyptus, Fichtennadel, Rosmarin, Latschenkiefern oder Rosskastanie in Fußbädern wirken durchblutungsfördernd.

Hilfreich sind auch wärmende Tees (z. B. ein paar Scheiben Ingwer mit heißem Wasser übergießen, ziehen lassen und trinken) oder scharf gewürzte Speisen vor dem Schlafengehen. Und Bürsten: Von unten nach oben und von außen nach innen, immer mit kreisenden Bewegungen. Auch „Igelbälle“ oder einfache Fußgymnastik sind empfehlenswert. Auf die warm massierten Füße kommt dann eine natürliche Pflegecreme mit hohem Fettanteil (keine Feuchtigkeitscreme).

Ein weiteres „alternatives Rezept“ für kalte Füße, das allerdings nur Singles anwenden sollten: Man mische einige kleingehackte Knoblauchzehen mit etwas Schweineschmalz oder Vaseline, lasse das Ganze einen Tag ziehen und reibe seine Füße und Beine vor dem Schlafengehen damit ein. Der Grund für die Wirksamkeit: Auch Knoblauch wirkt durchblutungsfördernd. Als Alternative dazu kann man Rizinusöl verwenden: Einfach vor dem Schlafengehen die beiden leidigen "Eisklötze" großzügig damit einreiben, warme (alte) Socken darüberziehen und unter die Decke kuscheln. Schon bald steigt die wohlige Wärme von den Füßen in den ganzen Körper.
Noch ein Tipp: Zwei Minuten lang barfuß durch den Schnee laufen, gut abtrocknen und Socken darüber – auch das erweckt Eisbeine oft zu neuem Leben.

Füße werden nämlich dann zu gefühlten Eisklumpen, wenn sich die Blutgefäße durch äußerliche Kälte verengen und das Blut hauptsächlich in die lebenswichtigen Organe wie das Herz, die Lunge oder das Gehirn gepumpt wird. Alles, was weit davon entfernt ist, wird vom Körper als Schutzmechanismus mit weniger warmem Blut versorgt.
Männer tun sich da leichter: Im Gegensatz zur durchschnittlichen Muskelmasse von 23 Prozent bei Frauen haben sie ganze 40 Prozent. Da Muskeln beim Arbeiten auch viel Wärme erzeugen, sind männliche Hände und Füße meist angenehm temperiert. Dazu kommt, dass Frauen mehr Wärme verlieren, weil sie mehr Masse haben: Selbst bei gleicher Größe hat SIE weniger Masse als ER und damit mehr Körperoberfläche – Frauen kühlen daher auch leichter aus. Und was passiert dann? – Richtig, der Köper schützt Gehirn, Herz und Co – und die weit entfernten weiblichen Füße werden kalt…

Es macht also viel Sinn, alles wegzutun, was kalte Füße zusätzlich fördert: Zu Kleines, enges, kaltes oder gar nasses Schuhwerk zum Beispiel. Hier können im Winter oft einfache, nach unten hin isolierende, dünne Einlagen helfen.

“Unsere Nahrungsmittel sollen Heilmittel,
und unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.”

Hippokrates