Donnerstag, 24. September 2009

Herbstzeit ist Wanderzeit - Das Naturerlebnis Wandern als Balsam für die Seele

Haben Sie schon einmal das Gefühl genossen, am Gipfel eines Berges anzukommen? Sich erschöpft und glücklich auf die Wiese vor dem Gipfelkreuz zu setzen und den Blick über das Tal darunter und die Bergwelt gleiten zu lassen. Das ist ein Moment von dem man noch lange zehrt, und aus dem man in der Hektik des Alltags immer noch Kraft schöpfen kann. Sicher ist das ein Grund, warum der Wandersport heute wieder neu entdeckt wird.

Wandern ist ein natürlicher Ausgleich für unsere heutige Lebensweise in Hektik, WandernUnausgeglichenheit und mit zu wenig Bewegung. Es ist eine Sportart, die von jung und alt, von sportlichen oder auch nicht ganz so sportlichen Menschen ausgeübt werden kann. Man muss nur eine Wanderung wählen, die dem eigenen Niveau entspricht. Außerdem entdecken immer mehr Menschen den sozialen, gemütlichen aber auch gesundheitsfördernden Charakter des Wanderns.

Durch regelmäßige Wanderungen wird das Herz-Kreislauf-System gefördert, die Fließeigenschaft des Blutes verbessert sich und die Atmung wird gestärkt. Weiters wird durch den Wandersport die Darmtätigkeit verbessert, die Knochendichte erhöht, das Immunsystem gestärkt und die Aufmerksamkeit und Lernfähigkeit gesteigert. Die Durchblutung der Muskulatur, besonders der roten und weißen Muskelfasern, wird verbessert, und die Speicherkapazität von Sauerstoff und Kohlenhydraten steigt.

Auf eine Wandertour sollte man aber nur gut vorbereitet gehen. Nachdem die Route festgelegt ist, muss man sich alle Informationen zur Route einholen. Die Länge der Route und die zu bewältigenden Höhenunterschiede sowie der Schwierigkeitsgrad soll der eigenen Fitness angepasst sein.

Klären Sie ab wo es Schutzhütten gibt, die wenn nötig auch Übernachtungsmöglichkeiten anbieten.

Für alle Wanderer gilt die Regel, dass man vor dem Anstieg die Wettervorhersage vor Ort einholen muss.

Um Verletzungen zu vermeiden, ist auf die richtige Ausrüstung zu achten. Die Wanderschuhe müssen vor allem bequem sein. Damit ein guter Halt gewährleistet ist, soll die Sohle ein tiefes und griffiges Profil vorweisen. Zum Schutz der Knöcheln sollte ein guter Schuh außen fest und innen weich, mit einem hohen und festen Schaft sein. Außerdem müssen Wanderschuhe wasserfest und atmungsaktiv sein.

Wandersocken sollen Feuchtigkeit aufnehmen können, da sich bei feuchten Füßen die Hornschicht aufweicht und die Gefahr von Blasen droht. Vor Wanderungen sind Schutzcremen empfehlenswert, die einen hohen Anteil an Zinkoxid beinhalten. Zinkoxid hält die Füße trocken. Fettende Stoffe wie Hirschtalg macht die Haut geschmeidig.

Bei der Wanderkleidung muss man auf Materialien achten, die luftdurchlässig und atmungsaktiv sind, aber auch vor Unwettern schützen. In den Bergen kann sich das Wetter schnell ändern. Nicht selten kommt es vor, dass man während einer Wanderung Regen, Wind und Hitze ausgesetzt ist.

Besonders bei Knieproblemen sind Wanderstöcke zu empfehlen. Diese entlasten beim Bergabgehen die stark beanspruchten Kniegelenken.

Die Größe des Rucksacks muss der Tourenlänge angepasst sein. Ein Rucksack mit 30 bis 40 Liter Volumen ist für einen Tagesausflug ideal. Grundsätzlich soll darauf geachtet werden, dass die Last ausgewogen verteilt werden kann.

Im Rucksack soll außerdem eine Reiseapotheke, Sonnenschutz und eventuell ein Insektenschutz Platz finden.

Zu guter letzt ist auch an das leibliche Wohl zu denken. Der klassische Proviant mit Speck und fetter Wurst soll durch vollwertige Ernährung ersetzt werden. Die Lebensmittel sollen energieaufbauend, zellerneuernd und regulierend wirken.

Zum Trinken eignet sich am besten Quell-, Mineral- und Tafelwasser oder ein ungesüßter Tee. Pro Gehstunde sollte mindestens ein halber Liter Flüssigkeit getrunken werden.

Der Herbst ist die ideale Zeit zum Wanderen. Wenn Sie nicht schon längst von der Wanderlust und Wandersucht übermannt worden sind, dann probieren Sie es doch einfach einmal aus. Sie werden sehen: Wandern ist Balsam für die Seele!

“Unsere Nahrungsmittel sollen Heilmittel,
und unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.”

Hippokrates