Donnerstag, 18. April 2013

Gehirnjogging – wie fit sind Ihre grauen Zellen?

Ein paar Minuten täglich genügen, um sein Gehirn auf Trab zu bringen und spielend geistig fit zu bleiben. Auch lange Autofahrten oder Wartezeiten lassen sich so sinnvoll überbrücken: Hier ein paar Übungen…

Buchstabieren: Je nach Schwierigkeitsgrad denkt man sich kurze oder kompliziertere Worte aus und buchstabiert sie möglichst schnell – erst von vorn nach hinten, dann von hinten nach vorn. Dabei wird das Konzentrationsvermögen stark trainiert. Man merkt schon nach ein paarmal, dass man sich leichter tut…

Verstehen, wiederholen und zählen: Man hört sich einen Beitrag im Radio in geringer Lautstärke an, hört genau hin und versucht anschließend, den Beitragsinhalt zu wiederholen. Das ist eine Übung, die das Kurzzeitgedächtnis ordentlich fordert – je länger der Beitrag, desto mehr.
Man kann aber auch versuchen, einzelne Worte im Beitrag zu zählen – z. B. alle „und“. Schwieriger wird es, wenn man sich zwei bis drei solche Worte aussucht.

Heute sag ich niemals „wenn“! – Egal, welches Wort man sich aussucht, das Ergebnis ist eine einzigartige Konzentration auf alles, was man sagt. Den ganzen Tag über. Das ergibt eine ganz eigene Qualität des „Wachseins“ und lässt das Gehirn bei allem, was man spricht, ganz genau aufmerken. An diesem Tag sagt man bestimmt nicht einfach einmal so etwas daher…

Einkaufen ohne Einkaufszettel: Man merkt sich zuerst die Zahl der Artikel, die man einkaufen will: z. B. 21. Dann stellt man sich vor, wie man diese 21 Artikel der Reihe nach im Supermarkt aus den Regalen nimmt, sich bei der Feinkost anstellt… Und schließlich belegt man in eben dieser Reihenfolge seine Finger und Zehen (und bei 21 auch noch die Nase): Paprika ist der rechte Daumen, es folgen Knoblauch für den Zeigefinger und so weiter. Zur Sicherheit kann man vor der Kassa dann ja doch noch den Zettel aus der Tasche fischen, damit man nichts vergisst – nach einiger Zeit wird dies aber gar nicht mehr nötig sein!

Neues oder auswendig lernen: Das erweitert nicht nur den Horizont. Das lässt neue Synapsen entstehen – das sind die Verbindungswege zwischen den Nervenzellen im Gehirn – und steigert die Gehirnleistung. Das können Vokabel einer Sprache sein, die man sonst nicht so häufig benutzt, ein japanisches Brettspiel oder eine Ballade von Schiller. Das Positive daran: Man merkt sich auch anderes (wieder) leichter.

Koordination, Konzentration und Gleichgewicht: Auf einem Fuß zu stehen und die Hände weit von sich zu strecken ist ebenso sinnvoll wie das Balancieren eines Bleistifts auf der Mittelfingerspitze… All das tut dem Gehirn gut.

Ein Fingerspiel… Man schaut auf seine Hände und beginnt damit, an der linken Hand Zeige-, Mittel- und Ringfinger nach innen an die Handfläche zu klappen. An der rechten Hand legt man Daumen, Ringfinger und kleinen Finger nach innen – und wechseln! Geht auch mit geschlossenen Augen und / oder sehr schnell… So trainieren Sie Koordination und Konzentration.

Erfinderisch sein! Übungen, um den Gehirnmuskel zu trainieren, gibt es wie Sand am Meer. Und nichts spricht dagegen, selbst neue zu erfinden – schließlich steigert auch das die Leistungsfähigkeit des Gehirns!