Montag, 25. Januar 2010

Fitness im Schnee – Die schönsten Wintersportarten für Jedermann

Wer es gewohnt ist im Sommer Sport an der frischen Luft zu betreiben und dann im Winter eine Pause macht, fühlt sich oft schlapp und unausgeglichen. Sicherlich ist es bei Temperaturen um 0 Grad schwer sich zu motivieren an die frische Luft zu gehen, wenn es doch drinnen auf dem Sofa wohlig warm ist. Snowfun

Winterliches Workout in einer verschneiten Landschaft, womöglich bei Sonnenschein, macht jedoch ungemein Spaß. Durch die fast meditative Stille durch den Schnee baut man Stress ab, findet wieder zu einer inneren Balance und einem seelischen Gleichgewicht. Außerdem wird die Durchblutung gesteigert, die Abwehr gekräftigt und man wird Schadstoffe los. Da die Winterluft einen hohen Feuchtigkeitsgrad besitzt freuen sich durch die Heizungsluft ausgetrocknete Atemwege, und trockenheitsbedingter Husten kann gelindert werden.

Die richtige Kleidung

Bei der Kleidung im Winter ist zu beachten, dass man sich nicht zu warm anzieht und, dass man Kleidung aus den richtigen Materialien wählen. Bei falscher Kleidung schwitzt man unnötig und riskiert eine Verkühlung. Hier bewahrheitet sich der Spruch: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung!“

Wir empfehlen bei der Auswahl der Sportbekleidung das „Drei-Schichten-System“. Die erste Schicht – die Unterwäsche – soll aus atmungsaktiven Mikrofasern bestehen. So wird der Schweiß vom Körper aufgenommen und nach außen transportiert, damit die Haut warm und trocken bleibt. Die zweite Schicht soll eine wärmende Isolationsschicht sein. Ein geeignetes Material dafür ist Fleece. Die dritte und äußerste Schicht soll eine wind- und wetterabweisende Jacke beziehungsweise Hose sein. Verwenden Sie bitte nie Kleidung aus Baumwolle. Diese speichert den Schweiß und man beginnt schnell zu frieren.

Zusätzlich ist eine Mütze aus Schweißableitenden Material wichtig, die mindestens ein Drittel der Ohren bedeckt. Da die Ohren zu einem großen Teil aus schlecht durchbluteten Knorpeln bestehen, werden sie schnell kalt und rot. Für den Hals empfehlen wir einen Fleeceschal, der bei Bedarf über die Nase gezogen werden kann.

Das Brennen in der Lunge durch das Einatmen der kalten Luft, kann durch ein dünnes Microfasertuch vor dem Mund gemildert werden, da so die Luft ein wenig angewärmt wird. Ideal ist es, wenn hauptsächlich durch die Nase eingeatmet wird.

Das richtige Warm-up und Cool-down

Auch wenn Sie das Gefühl haben, dass es Ihnen mit dieser Kleidung nicht richtig warm ist, nach 10 Minuten Bewegung, werden Sie die klirrende Kälte nicht mehr bemerken.

Besonders im Winter ist ein zehnminütiges Aufwärmen durch Dehnungsübungen extrem wichtig. Das Ziel ist es, die Körpertemperatur auf ungefähr 39 Grad zu steigern und so Muskeln, Bänder und Gelenke auf Betriebstemperatur zu bringen.

Damit man sich nach dem Sport nicht verkühlt, soll man die Bewegung nicht abrupt abbrechen. Durch einen lockeren zehnminütigen Spaziergang normalisiert sich die Körpertemperatur wieder, der Puls wird langsam gesenkt und man vermeidet ein starkes Nachschwitzen.

Wie immer ist auch beim Wintersport auf den erhöhten Flüssigkeitsbedarf zu achten. Ein lauwarmer Tee ist eine angenehme und wärmende Variante für den Körper.

Die schönsten Wintersportarten für Jedermann

Langlauf: Egal wie sportlich oder alt man ist, auf Langlaufschiern kann man sanft durch die Winterlandschaft gleiten. Da es sich dabei aber um eine sehr komplexe Bewegung handelt, werden bei dieser Sportart 95 Prozent der gesamten Körpermuskulatur gekräftigt. Zusätzlich verbraucht man je nach Geschwindigkeit innerhalb von einer Stunde ungefähr 650 Kilokalorien. Langlaufen ist auch eine ideale Sportart um den Fettstoffwechsel in Schwung zu bringen und den Herzmuskel zu trainieren. Das alles bei einem sehr geringen Verletzungsrisiko.

Schneeschuhwandern: Beim Schneeschuhwandern kann man die verschneite Landschaft am besten genießen. Nachdem man beim Schneestapfen muskulär und konditionelle besonders gefordert wird, erzielt man dabei einen enormen Trainingseffekt. Dieser ist umso höher je steiler der Weg ist und je schneller man unterwegs ist. Beim Kauf der Schneeschuhe sollte man sich unbedingt von einem Fachmann beraten lassen. Um einen guten Halt zu haben ist auf den gezackten Trittrahmen und die Steigzacken zu achten. Die Größe des Schneeschuhs hängt vom Körpergewicht ab. Grundsätzlich gilt: Je kürzer der Schneeschuh ist, umso wendiger ist er. Je länger der Schuh ist, desto geringer ist die Einsinktiefe.

Joggen: Für jene, die in der warmen Jahreszeit joggen, steht auch im Winter nichts im Wege. Joggen steigert die Durchblutung. Sauerstoff kann besser aufgenommen werden, und die durch die Heizungsluft beanspruchten feinen Lungenhärchen freuen sich über die feuchte Luft.

Beim Joggen ist jedoch auf Laufschuhe aus wasser- und rutschfesten Material mit einer Cross-Sohle zu achten. Außerdem sind Reflektoren auf der Kleidung besonders wichtig, damit man auch bei trüben Lichtverhältnissen von Autofahrern gut gesehen wird. Eine Stirnlampe unterstützt das noch zusätzlich und hilft auch Ihnen ein Stolpern zu verhindern.

Schlittschuhlauf: Wer im Sommer regelmäßig Rollschuh oder Inline-Skaters fährt, der hat die ideale Vorbereitung fürs Schlittschuhlaufen. Es ist eine nicht ganz ungefährliche Sportart für die man eine geschulte Balance benötigt. Auf dem Eis kann es leicht zu Prellungen und Stauchungen kommen. Anfänger sollten aus diesem Grund Handgelenksschoner verwenden. Auch ein Helm ist besonders bei Kindern zu empfehlen.

Es gibt also einige Sportarten für Jedermann mit denen man dem Winter-Blues entkommen kann und fit bleibt. Am schönsten ist es jedoch, nach dem Sport in eine Decke eingewickelt am Sofa eine Tasse Tee zu trinken – und das mit gutem Gewissen.