Freitag, 03. April 2015

Eier zu Ostern – gesünder, als man denkt!

Eiern eilt der Ruf voraus, extrem viel Cholesterin zu enthalten. Dabei ist das Osterei zu Unrecht in Verruf geraten. Wer normale Werte hat, kann ruhigen Gewissens zugreifen: Eier enthalten nämlich auch ganz viel Lecithin, also Nahrung für Nerven, Herz und Gehirn. Dazu die Vitamine A und E, B6, B12 sowie Eisen, hochwertiges Eiweiß, Zink, Folsäure, Aminosäuren und Omega-3-Fettsäuren. Außerdem noch das seltene Vitamin D und Beta-Karotin. Eier sind demnach gesünder, als man denkt! 

Mal ganz ehrlich: Ostern ohne bunte Ostereier – wer will sich das schon vorstellen! Da hätten Huhn und Osterhase ja ausgedient! Und der schöne Brauch von der Osterjause mit Schinken, Kren und Osterbrot wäre ohne hart gekochte Eier auch nicht das Gelbe von Ei. Man muss ja nicht gerade zehn Stück am Tag davon in sich hinein schlingen.

Besonders beliebt sind Eier - auch außerhalb von Ostern – bei Sportlerinnen und Sportlern. Der Grund: Ein einziges Hühnerei enthält ca. sechs bis acht Gramm Protein. Aber nicht irgendein Eiweiß, sondern eins, das der Körper zu nahezu 100 Prozent verwerten kann. Und das, ohne die Nieren und den Stoffwechsel erkennbar zu belasten.

Vor allem unsere Muskeln bestehen zu einem hohen Teil aus Eiweiß – und Sportler sind sehr an gut ausgebildeten Muskeln interessiert. Das betrifft nicht nur Kraftsportler, sondern auch Ausdauersportler: Nach dem Training braucht der Körper Eiweiß, um die zu stark beanspruchten Muskelfasern zu reparieren. Dafür werden an bis zu zwei, drei Gramm Protein pro Kilo Körpergicht empfohlen – Ostern und die schmackhaften Ostereier sind also herzlich willkommen!

Aber wie schaut es mit den Kindern aus? Wie viele Ostereier soll / darf ein Kind essen, das noch mitten im Aufbau steckt? – Wer selbst Mutter oder Vater ist, hat es meist schon entdeckt: Ob Ostern oder nicht Ostern – Kinder verzehren gerne ein Ei. Oder auch zwei, wenn es sich bei diversen Brauchtumsspielen rund ums Osterei ergibt. Aber dann ist Schluss und sie essen keins mehr. Sofern die somatische Intelligenz der Kleinen nicht komplett gestört ist, kann man Kindern so viele Ostereier geben, wie man will. Wenn sie genug haben, hören sie von selbst mit dem Eieressen auf: Mama, ich mag nicht mehr…

Und noch eins: Nicht zuletzt durch die Ostereier macht Ostern happy und stärkt die Augen! Eier enthalten nämlich auch Tryptophan – das regt die Serotoninbildung an und wirkt stimmungsaufhellend. Und Lutein und Zeaxanthin, vor allem im Dotter enthalten, sind zwei für die Augengesundheit essentielle Carotinoide, auch das muss man ins Auge fassen, wenn es um das gesunde Osterei geht.

Also: Schöne Ostern und guten Appetit für das Osterei. Ein bis drei Eier pro Tag dürfen es (für Gesunde!) über die Feiertage nämlich durchaus sein! Und dann ist ohnehin erst wieder einmal Schluss mit Ei…

“Unsere Nahrungsmittel sollen Heilmittel,
und unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.”

Hippokrates