Freitag, 20. März 2009

Fastenzeit – jetzt noch mitmachen!

Manche tun es bereits für andere wäre jetzt noch der Zeitpunkt um rasch einzusteigen. Fasten. Eine Tradition die unsere Kultur seit Jahrhundert geprägt hat. Vierzig Tage von Aschermittwoch bis Karfreitag soll gefastet und der Körper gereinigt werden.

Fastenzeit. Die Fastenzeit zum Ausklang des Winters war historisch betrachtet auch jene Zeit, in der die Nahrungsmittel knapp wurden. Die Vorräte waren oft schon stark aufgebraucht und der Frühling mit neuen Nahrungsmittel noch nicht bereit für Nachschub. Die Fastenzeit verlieh damit einer Zeit mit knappen Ressourcen eine höhere Bedeutung.

Fastenzeit heute. In einer Zeit, wo alles immer im Überfluss vorhanden ist, ist die Einhaltung natürlich schwieriger. Jetzt bedarf es tatsächlich einer inneren Überzeugung und viel Willensstärke sich 40 Tage zu enthalten.

Alkohol, Fleisch und Süßes. Die meisten Menschen die sich einer Fastenkur unterziehen, verzichten auf Alkohol, Fleisch und Süßigkeiten. Lebensmittel also, die wir als ungesund einstufen und als Genuss empfinden.

Umstellung. Um die Fastenzeit längerfristig zu nutzen wäre es zielführender anstatt ganz auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten, sich bewusst zu machen wie wir uns ernähren und was wir besser machen könnten. Fleisch und Süßes schaden uns nicht, wenn wir sie in Maßen zu uns nehmen und Wert auf Qualität legen. Es sind die kleinen schnellen „Zwischendurch-Happen“ die zu einer unausgeglichenen Ernährung führen.

Zigaretten. Viele Raucher - die vielleicht ihrem Neujahrsvorsatz untreu geworden sind – versuchen in der Fastenzeit auf das Rauchen zu verzichten. Also eine Entwöhnung auf Zeit in der Hoffnung, danach das Rauchen ganz sein zu lassen oder zumindest die Gewissheit zu haben, man könnte es lassen, wenn man den nur wollte.

Gemeinsam Fasten. Ein weiterer positiver Effekt der Fastenzeit, die auf eine bestimmte Zeitspanne festgelegt ist, ist das Gemeinschaftsgefühl. Wenn wir wissen auch andere fasten, fällt es uns leichter auf Dinge zu verzichten. Der soziale Druck wird größer und auch der tägliche Ablauf wird einfacher, wenn man gemeinsam fastet. In einer Familie wird das besonders deutlich: Kocht man Gerichte, die in den persönlichen Fastenplan passen, ist es leichter einer Versuchung zu widerstehen, als wenn alle am Tisch Schweinebraten essen und man selbst beschränkt sich auf den Reis ohne Soße.