Montag, 25. Mai 2009

Zum Aus-der-Haut-fahren

Wenn die Haut juckt und kratzt sind das unter Umständen die ersten Anzeichen einer Neurodermitis. Besonders bei Lebensmittel- und Tierhaarallergien können auch Überreaktionen der Haut die Folge sein.

Zahl steigend. Allergien sind heute zwar gut behandelbar, die Zahl der Betroffenen steigt jedoch stetig an. Noch vor 50 Jahren hatten gerade mal zwei Prozent Beschwerden wegen Blütenpollen oder Modeschmuck. Heute leiden 25 Prozent der Österreicher an Allergien. Eine besonders unangenehme allergische Erkrankung ist die Neurodermitis, da sie sich auch zeitlich, wie etwa der Heuschnupfen, kaum einschränken lässt.

Zu Trocken. Bei dieser Hautkrankheit kommt es zuerst zu einem straken Austrocknen der Haut an bestimmten Stellen. Vornehmlich die Arm- und Kniebeugen sind vorab betroffen. Das juckreizbedingte Kratzen der betroffenen Hautstellen führt zu einer Endzündung der Haut. Durch eindringende Bakterien kommt es im fortgeschrittenen Stadion auch zum sogenannten Nässen der Haut. Mit der Zeit wird die Haut immer anfälliger und der Teufelskreis beginnt.

Zum Aus-der-Haut-fahren. Neurodermitis ist eine stark psychosomatisch bedingte Krankheit. Das sprichwörtliche „Sich in seiner Haut unwohlfühlen“ wird von Neurodermitiker an die Oberfläche transportiert. Studien belegen, dass besondere Stress- oder Trauersituation Auslöser sein können. Mit einer begleitenden psychotherapeutischen Behandlung sind die Symptome von Hauterkrankung oftmals zu mindern.

Auf den Körper hören. Manchmal sind Überreaktionen des Körpers auch ein Hinweis auf Handlungen oder Lebensumstände die uns nicht gut tun. Der Körper reagiert auf Situationen in der wir uns nicht wohl fühlen. Der eine reagiert vielleicht mit einem Magengeschwür, der andere mit Migräne. Beobachten Sie sich selbst, wenn Ihre Beschwerden in bestimmten Situationen öfters auftreten als in anderen, ist es vielleicht an der Zeit etwas umzustellen.