Starkes Immunsystem mit richtiger Ernährung

Montag, 09. Januar 2017

Starkes Immunsystem mit richtiger Ernährung

Es gibt Leute, die sind einfach ständig krank. Eine Erkältung jagt die nächste. Grund dafür ist oft ein schwaches Immunsystem.

Wie gut oder schlecht unser Immunsystem aber funktioniert, hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab. Dabei spielt vor allem die Ernährung eine wichtige Rolle.

Generell kann man nicht sagen, dass ein bestimmtes Nahrungsmittel nun besonders gut für unser Immunsystem wäre. Vielmehr geht es um das Zusammenspiel von verschiedenen Stoffen. Mit einer ausgewogenen, ganzheitlichen und gesunden Ernährung kann man diese Kombination noch immer am besten sicherstellen.

Wichtige Stoffe fürs Immunsystem

Ist man einmal krank, kann man sich leider nicht mehr gesund essen. Deshalb ist eine prophylaktische Stärkung der Immunabwehr der richtige Ansatz. Unser Immunsystem braucht eine ganze Reihe von unterschiedlichen Stoffen, die in unterschiedlichen Nahrungsmitteln vorkommen, um gut funktionieren zu können. Dazu gehören:

  • Proteine: diese sind Bestandteil von Antikörpern und weiterer Wirkstoffen des Immunsystems.
  • Fette beeinflussen das Immunsystem ebenso.
  • Vitamine: die Klassiker. Je mehr Abwechslung man auf den Speiseplan bringt, desto besser. Als Antioxidantien schützen Vitamine unseren Körper vor freien Radikalen.
  • Mineralstoffe und Spurenelemente: Hier stechen Zink und Selen heraus, aber auch andere Stoffe wirken sich positiv auf unsere Abwehrkräfte aus.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Nur wenige wissen, dass auch diese Stoffe sehr wichtig für unser Immunsystem sind. Bisher sind rund 30.000 verschiedene Sekundäre Pflanzenstoffe bekannt, darunter sind etwa Flavonoide, Polyphenole oder Anthocyane. Die positiven Wirkweisen dieser Stoffe auf unseren Körper sind sehr vielfältig, was bei einer so großen Anzahl nicht weiter verwunderlich ist. Viele sind auch gut für unser Immunsystem und helfen bei der Abwehr von Viren und Bakterien. Sekundäre Pflanzenstoffe sind, wie der Name schon vermuten lässt, nur in pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten. Diese finden wir sowohl in Obst und Gemüse als auch in Hülsenfrüchten, Getreide, Pflanzensamen, Nüssen und sogar Tee und Kaffee.

Worauf es ankommt

Wichtig ist, was, wie oft und wie viel wir von etwas essen. Das Entstehen und der Verlauf von vielen Krankheiten hängt maßgeblich von unseren Ernährungsgewohnheiten und unserer Lebensweise ab.

Die Art der Nahrung, die wir zu uns nehmen, bestimmt die Schutzwirkung, die sie hat. Eine gute Versorgung mit so vielen verschiedenen Stoffen wie möglich ist wichtig, weil erst das komplexe Zusammenspiel verschiedener Nahrungsbestandteile die besten Wirkungen zeigt.

Es kommt also weniger auf die Summe der notwendigen Nährstoffe an, wichtiger ist die Ausgewogenheit aller Nährstoffe, denn nur dann entwickeln sich positive Wechselbeziehungen.

Die beste Wirkung

Am wirkungsvollsten ist eine grundsätzlich gesunde Ernährung bei einer gleichzeitig aktiven Lebensweise. Regelmäßige Bewegung und Sport stärken das Immunsystem nämlich zusätzlich.

Kurzfristige Änderungen reichen übrigens nicht aus. Sie haben praktisch keine effektive langfristige Wirkung bei der Krankheitsvermeidung. Es hilft also nichts, schnell einmal einen Liter frisch gepressten Orangensaft zu trinken, um einem Schnupfen vorzubeugen. Nur eine regelmäßig ausgewogene Ernährung führt zum Ziel.

Warum ausgewogene Ernährung wichtig ist

Eine ausgewogene Ernährung hält gesund. Sie hilft dem Körper auch dabei, Mangelerscheinungen oder Unterversorgung zu vermeiden.

Es kommt aber, wie gesagt, nicht so sehr auf die Menge an. Wichtig ist die qualitative Zusammensetzung.

Optimalerweise nimmt man Nahrungsmittel auf, die das richtige Fettsäuremuster haben, das richtige Verhältnis von lang- zu kurzkettigen Kohlenhydraten und das richtige Eiweiß-Aminosäurenmuster. Wem das jetzt alles zu kompliziert ist, der/die kann sich auch an folgenden, grundsätzlichen Nahrungsempfehlungen orientieren:

  • viel Obst und Gemüse
  • viele Vollkornprodukte
  • Reduzierung der Milchprodukte
  • wenig Fleisch
  • wenig Zucker
  • Verzicht auf industriell stark verarbeitete Lebensmittel
“Unsere Nahrungsmittel sollen Heilmittel,
und unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.”

Hippokrates