Krabbeln - der neue Fitnesstrend?

Montag, 30. Januar 2017

Krabbeln - der neue Fitnesstrend?

„Crawling“ nennt sich ein neuer Fitnesstrend aus den USA, der sich gerade darauf vorbereitet, nach Europa herüberzuschwappen. Worum handelt es sich dabei genau?

Vor allem in den Sozialen Netzwerken ist der neueste us-amerikanische Fitnesstrend groß unterwegs und streckt seine Fühler schon nach Europa aus, um es im Sturm zu erobern. Oder auch nicht, denn Crawling sieht nicht nur auf den ersten Blick merkwürdig aus. Größere Gruppen von Erwachsenen, die in Fitnesskleidung hintereinander herkrabbeln, sieht man schließlich nicht alle Tage. Hier sind die wichtigsten Fakten:

Die Idee dahinter

Krabbeln ist für die Entwicklung der motorischen Abläufe bei Babys sehr wichtig. Was für Babys wichtig und gut ist, kann also für Erwachsene auch nur gut sein. Das ist die grundsätzliche Idee hinter diesem Sport.

Crawling versteht sich selbst als ganzheitliche Methode. Es werden also nicht nur die Muskeln, sondern auch Gehirn und Nervensystem stimuliert. Beim Krabbeln muss ein starker Fokus nämlich auf durchdachte und wohlüberlegte Bewegungsabläufe gelegt werden, denn sonst verliert man die Balance und fällt um.

Wie funktioniert es

Crawling knüpft an bewährte Trainingsmethoden an, kombiniert diese aber neu. Oberstes Ziel ist neben Muskeltraining eine verbessere Koordination. Wenn gekrabbelt wird, atmet man konzentriert und führt verschiedene Übungen aus. Deshalb ist Crawling auch körperlich sehr fordernd, was es aber gleichzeitig zu einer hocheffizienten Trainingsmethode macht, deren Ansatz in der Physiotherpie schon lange etabliert ist.

Grundlage des Crawlings sind die so genannten Planks. Dabei wird in verschiedenen Positionen (z. B. dem Unterarmstütz) die Körperspannung so lange gehalten wie möglich. Diese isometrischen Übungen sind sehr effektiv, weshalb beim Crawling immer wieder schnelle Ergebnisse versprochen werden.

Die Vorteile

Crawling ist billig, effizient und flexibel. Das liegt einfach daran, dass keine Ausrüstung erforderlich ist. Der eigene Körper und das eigene Körpergewicht genügen. Jede Übung beansprucht immer mehrere Muskelgruppen und das immer im Wechselspiel mit dem Nervensystem. So wird eine Dimension der ganzheitlichen Besanspruchung erreicht, die sonst fast bei keiner Trainingsmethode möglich ist.

Für wen ist Crawling geeignet?

Grundsätzlich können alle gesunden Menschen Crawling machen. Dennoch sollte man es bei Knieproblemen oder Problemen mit dem Nacken, den Schultern oder den Handgelenken besser sein lassen, denn diese Bereiche werden am ehesten besansprucht.

Nichts Neues

Die einen preisen Crawling und meinen, dass dabei Arme, Beine, Hüften, Schultern und sogar Finger ein völlig neues, besonderes Trainingserlebnis haben. Das Nervensystem werde neu gestartet und die Koordinationsfähigkeiten gesteigert, bei einem gleichzeitig verbessertem Körperbewusstsein. Andere, die die Sache ein bisschen differenzierter sehen, sagen, Crawling sei nichts Neues. Sehr ähnliche Ansätze gibt es nämlich schon seit Jahren, nur sind diese bis heute weitgehend unbekannt geblieben.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Crawling auch bei uns angeboten wird. Wenn Sie also kein Problem damit haben, sich nicht gerade elegant auf allen Vieren vorwärtszubewegen, probieren Sie diese effiziente Trainingsmethode doch einmal aus. Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall viel Spaß.

“Unsere Nahrungsmittel sollen Heilmittel,
und unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.”

Hippokrates