Montag, 29. Juli 2013

Probleme? – So bekommen Sie den Kopf wieder frei!

Eine alte Volksweisheit empfiehlt, Probleme zu überschlafen – die Forschung hat das bestätigt: Unser Gehirn benötigt etwas Zeit, um schwierige Szenarien zu ordnen. Gibt man ihm die Gelegenheit dazu, bewältigt es vieles von alleine – ohne, dass man sich mit scheinbar unlösbaren Entscheidungen herumquälen muss…

Es gibt Menschen, die zerbrechen sich im wahrsten Sinn des Wortes den Kopf, rennen unruhig hin und her oder holen sich unzählige Ratschläge – ohne zu Lösungen zu kommen. Andere dagegen setzen sich in einen bequemen Sessel oder in die Hängematte, starren stundenlang vor sich hin, dösen ein bisschen… Und wenn sie wieder aufstehen, wissen sie, was zu tun ist. Das Problem ist kleiner geworden oder hat sich sogar ganz verflüchtigt – der Mensch weiß nun, wie er der Situation begegnen will.

Das kann allerdings nicht jeder so machen –  aber jeder kann lernen, mit schwierigen Lagen umzugehen:
Malen Sie sich zum Beispiel aus, was im schlimmsten aller schlimmen Fälle passieren könnte: Wenn Sie den Job verlieren z. B. Wie würde das Leben danach ausschauen? Hat man das Szenario durchgedacht, kann es nur noch besser werden… Man hat den tiefsten Punkt überschritten.

Oder: Betrachtet man das Problem aus der Sicht anderer Beteiligter – wie nehmen sie die eigene Situation wahr? Genauso dramatisch oder eher gelassen? Betrachtet man sich selbst durch die Augen anderer – also durch einen ungewohnten Blickwinkel – sieht man, inwieweit die eigene Situation realistisch ist. Und man kann sich gezielt Unterstützung holen.

Eine recht interessante Variante der Problemlösung besteht auch darin, das Positive in der Situation zu suchen: Vielleicht wird man gerade so zu Veränderungen gezwungen, die ohnehin schon lange angestanden sind? Oder man kann seine Grenzen erweitern – oder hat plötzlich mehr Zeit für Sport oder Mußestunden…? Damit ist das Problem zwar immer noch da, hat aber ein wenig von seiner vielleicht erschreckenden Größe verloren.

Gut funktioniert auch, wenn man sich vorstellt, wie man in einem Jahr über das aktuelle Problem denkt: Aus der Zukunft betrachtet, wird man über vieles lächeln müssen, was heute so belastend ist. Schließlich schmunzelt man ja auch heute über so manches, das in der Vergangenheit als nicht bewältigbar erschienen ist!

Experten empfehlen aber auch, dem Problem eine positive Vision gegenüber zu stellen. Dazu nimmt man sich einfach ein paar Minuten Zeit zum Tagträumen und schon kommen einem ein paar kreative Ideen zu geflogen. Auch, wenn sie nicht sofort passen – das Gehirn hat sich durch sie bereits ein wenig entspannt. Und schon geht man lockerer an die Situation heran – und bekommt den Kopf wieder frei!

“Unsere Nahrungsmittel sollen Heilmittel,
und unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.”

Hippokrates