Dienstag, 28. September 2010

Maroni - Edelkastanien als wertvoller Gesundheitstipp

An warmen Maronen kann man sich nicht nur die Finger wärmen, sondern auch einiges für die eigene Gesundheit tun. Maroni sind voller wertvoller Inhaltsstoffe. Genießt man eine Tüte dieser edlen Früchte, so entspricht das einem ausgewogenen Vollwert-Menü bestehend aus fünf Gängen. 

Der Edelkastanien-Baum stammt aus Kleinasien. Man hat gebratene Maronen mit Äpfel und Topfen oder zu Wein gegessen. Die Maroni wurde von vielen Dichtern der Antike besungen. Auch Karl der Große kannte den Wert dieser Frucht und hat den Anbau der Edelkastanien gefördert. Maronen waren für eine breite Bevölkerungsschicht ein unentbehrliches Grundnahrungsmittel. Auch als Kraftfutter für die Tiere wurde es verwendet. Erst als die Kartoffeln aus Amerika nach Europa kamen und populär wurden, gerieten die Edelkastanien in Vergessenheit.

Die Maroni gehört zu den Nüssen. Sie können nicht roh gegessen werden, sondern müssen gekocht, gedünstet oder gebraten werden. Nur so kann die Stärke aufgeschlossen werden, damit die Früchte auch verdaulich sind. Maronen sind voller wertvoller Inhaltsstoffe. Sie enthalten:

  • hochwertiges Eiweiß
  • weniger Fett als Nüsse
  • wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente (Kalium, Calcium, Phosphor, Schwefel, Eisen, Magnesium, Kupfer, Mangan)
  • Vitamin E, C und alle B-Vitamine sowie das Provitamin A

Nach einer Tüte Edelkastanien ist man auch so richtig satt. Sie enthalten nämlich auch sehr viele Kalorien – 100 Gramm Maronen liefern 220 Kalorien. Maronen sollen daher eine Mahlzeit ersetzen und nicht hinterher zusätzlich oder zwischendurch gegessen werden. Man muss aber auch erwähnen, dass Edelkastanien besonders leicht verdaulich sind. Wer also abends nach vielen Speisen schlecht einschläft oder Bauchschmerzen bekommt, der sollte auf Maroni zurückgreifen.

Die Edelkastanie bringt also aufgrund ihrer Inhaltsstoffe einiges für unsere Gesundheit.

Sie stärken die Nerven. Aufgrund des Vitamin B und des Phosphor helfen Sie bei geistiger und körperlicher Erschöpfung.

Sie bringen Entspannung.Sie enthalten interessante Mengen der Aminosäure Tryptophan, das Entspannung und Einschlaf-Bereitschaft bringt. Aufgrund ihrer leichten Verdaulichkeit liegen sie auch nicht schwer im Magen.

Sie bauen den Säure-Überschuss im Körper ab.Edelkastanien sind reich an basischen Mikronährstoffen. Daher sollten auch Rheuma-Kranke regelmäßig Maronen essen.

Sie geben unserem Körper so richtig Kraft. Wer krank war, nach einer Operation oder nach stressreichen Tagen kommt mit Hilfe von Edelkastanien schnell wieder zu Kräften.

Sie stärken die Knochen und Zähne.Die Kombination von Calcium und Phosphor ist besonders für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen wertvoll.

Sie helfen bei Krampfadern und Venenproblemen.Der Hauptwirkstoff, der sich dafür verantwortlich zeigt, ist das Bioflavonoid Rutin, das auch in der Rosskastanie enthalten ist. Außerdem sind in der Edelkastanie noch weitere nicht analysierte Substanzen nachzuweisen, welche das Blut flüssiger machen, die Venen-Wände stärken und gegen Entzündungen in den Venen vorbeugen.

Wem es langweilig wird die heißen Maronen immer nur aus der Tüte auf der Straße zu essen um die gesundheitlichen Vorteile zu nutzen, der sollte sich auch andere Alternativen ins Gedächtnis rufen. Die Maroni schmeckt ganz wunderbar als Einlage in der Suppe, zur Gans, in der Ente oder im Huhn mit Äpfeln und Kräutern gebraten. Sie schmecken gut zu Rotkraut, Spinat und sind köstlich zu Wildspeisen. Sie lassen sich in unterschiedlichen Dessert-Variationen verarbeiten und aus Edelkastanien-Mehl kann Kuchen oder Brot gebacken werden.

“Unsere Nahrungsmittel sollen Heilmittel,
und unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.”

Hippokrates