Montag, 13. September 2010

Basische Nahrungsmittel - Ihre Wirkung für die Gesundheit

Wer basische Lebensmittel zu sich nimmt, tut seinem Körper Gutes. Säuren belasten unseren Körper. Eine gesunde Ernährung sollte zu 80 % aus Basen bildenden Lebensmitteln bestehen. Basische Lebensmitteln sind vor allem Gemüse, Gräser und Gewürze. Wir wollen Ihnen einen kleinen Auszug von wichtigen basischen Lebensmitteln und deren Wirkung geben. Kräuter

Fenchel
Die Wirksamkeit des Fenchels beruht in erster Linie auf seinem Gehalt an ätherischen Ölen (2 - 6%), dessen Hauptbestandteil das süß schmeckende trans-Anethol und dessen zweitwichtigste Komponente, das bitter-campher artige D-Fenchon ist. Die Wirkstoffe des Fenchels stärken die Verdauungskraft, wirken magenstärkend, fördern die Beweglichkeit des Magen-Darm-Trakts und sind in höherer Konzentration krampflösend. Daneben fördern die ätherischen Öle die Durchblutung und regen die Leber- und Nierentätigkeit an. Terpenoide können weiters dabei helfen, den Cholesterinspiegel zu senken.

Kümmel
Die Wirkungen des klassischen Gewürzes im deutschen Sprachraum sind in erster Linie dem ätherischen Öl zuzuschreiben. Kümmel unterstützt den Magen und Darm bei der Verdauung von fetten und blähenden Speisen, wirkt also als Stomachicum, indem die Sekretion von Magensaft gefördert wird. Wegen seiner spasmolytischen Eigenschaft wird er häufig zur Linderung von Blähungen, Völlegefühl und Koliken verwendet.

Brennnessel
Durch die Anregung des gesamten Körperstoffwechsels wirkt die Arzneipflanze harntreibend, stoffwechselsteigernd, blutbildend, blutreinigend, sekretionsfördernd auf Galle und Bauchspeicheldrüse, verdauungsregulierend und allgemein funktionssteigernd. Die Brennnessel verbessert den Harnabfluss aus der Blase, erhöht die abgegebene Harnmenge und reduziert so das verbleibende Restharnvolumen. Daneben beschleunigt sie die Eliminierung von Harnsäure.

Wacholder
Das ätherische Öl dieser uralten Heilpflanze besteht vorwiegend aus alpha- und beta-Pinen, Camphen, Terpinen-4-ol-u.a. Die Früchte des Wacholders werden als Stomachicum, als Carminativum und Diuretikum eingesetzt. Sie fördern die Verdauung durch eine verstärkte Durchblutung der Magen-Darm-Schleimhaut. Durch die schweiß- und harntreibende, aber auch blutreinigende und stoffwechselaktivierende Wirkung werden die Beeren daher gern zu Kuren verwendet, die der Entschlackung und Gewichtsreduktion dienen. Wacholder ist eines der Hauptableitungsmittel aus der Niere.

Petersilie
Das beliebte Küchengewürz ist reich an ätherischen Ölen (2 - 7%), mit den Hauptbestandteilen Apiol und Myristicin. Das ätherische Öl wirkt spasmolytisch, diuretisch und unterstützt so die Arbeit der Nieren. Die Pflanze stärkt die Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit und wird daher oft bei Milz- und Leberleiden eingesetzt. Die enthaltenen Bioflavonoide beugen der Gallensteinbildung vor.

Braunhirse
Die Braunhirse, die zu den Süßgräsern zählt, enthält im Keim eine geballte Ladung an Mineralstoffen (sehr viel Kieselsäure, Magnesium, Kalium, Kalzium), Spurenelementen (Kupfer, Zink, Fluor, Schwefel, Phosphor), Vitaminen (B1, B2, B3, B6, B5, B9, B17, C und E), Aminosäuren (Lysin und Lecithin) und Eiweißen. Braunhirse ist gut geeignet, Übersäuerung und Verschlackung vorzubeugen, ja sogar rückgängig zu machen.

Rote Rübe
Die Rote Rübe verstoffwechselt basisch. Der violett-rote, wasserlösliche Farbstoff Betanin gehört zur Gruppe der Polyphenole, er wirkt antioxidativ, stärkt das Immunsystem, senkt zu hohe Cholesterinwerte, reguliert die Tätigkeit der Leberzellen und fördert die Gallensekretion, wirkt also verdauungsfördernd. Durch die intra-, extra- und transzelluläre Wirkung können eine Zellentgiftung, eine Zellregeneration und ein Zellaufbau erreicht werden.

Bohnenkraut
Das Bohnenkraut mit seinem pfeffrig-scharfen Aroma ist das Gewürz in der Küche, das vorwiegend blähungstreibenden Speisen zugesetzt wird, weil es Blähungen und Durchfall mit Gärungserscheinungen wirksam beseitigen kann. Gleichzeitig macht es schwer aufzuschließende Nahrung durch die verdauungsfördernden Eigenschaften der Bitterstoffe leichter verdaulich. Als magenwirksame, adstringierende und antiseptische Heilpflanze wirkt es auch bei Magen-Darm-Entzündungen und akuten Gastroenteritiden.

Afa-Alge
Das Aminosäure-Profil der Afa-Alge ist nahezu identisch mit dem im menschlichen Blut und Gewebe. Durch die Afa-Alge findet eine Entgiftung der Leber und der Zellen des Körpers von Schwermetallen statt, indem sie eine Chelatbindung mit den Schwermetallen eingeht und diese dann ausgeschieden werden können. Zudem enthält die Afa-Alge B-Vitamine, vor allem Vitamin B12, Spurenelemente wie Mangan, Zink und Eisen sowie Chlorophyll.

Salbei
Salbei als klassische Gerbstoffdroge enthält ätherische Öle mit den Hauptbestandteilen 1,8-Cineol, Thujon, p-Cymol, Rosmarinsäure, die Bitterstoffe Picrosalvin, Carnosol, lipophile Flavonoide und Steroidhormone. Die Pflanze wird bei Magen-Darm-Infekten, entzündlichen und katarrhalischen Erkrankungen des M/D-Kanals und Blähungen aufgrund der antiseptischen und krampflösenden Eigenschaften eingesetzt. Zudem fördert Salbei die Gallensektretion.