Freitag, 23. August 2013

Krafttraining zur Muskelstraffung macht gesund und schön!

Frauen, die mit Krafttraining beginnen, tun dies meist nicht, um wie Bodybuilder auszuschauen. Sie wollen ihre Figur verbessern, eventuell auch abnehmen. Krafttraining hilft nämlich, den Körperfettanteil zu reduzieren und Kraft sowie Muskelmasse zu vergrößern. Das erhöht den Energieverbrauch, verbessert das Aussehen und hält gesund!

„Muskelstraffung“ als Ausdruck ist dabei natürlich nicht ganz korrekt: Vielmehr handelt es sich um besser trainierte Muskeln, die von weniger Fettschicht umgeben sind, wodurch die Haut rundherum knackiger ausschaut. Außerdem wirken kraftvollere Muskeln dynamischer, die Körperhaltung verbessert sich und die Bewegungen wirken eleganter. Auch der Stoffwechsel kommt durch das Training wieder in Schwung: Kohlenhydrate und Fette werden verbrannt und nicht mehr gespeichert.

Die Fitnessindustrie ist allerdings nicht immer ganz ehrlich zu ihren Kundinnen. Vieles, was als Muskelstraffung verkauft wird, ist in Wirklichkeit nur lockeres Bewegen, das kaum irgendwelche Trainingseffekte hervorrufen wird. Es ist für Untrainierte als Einstieg in das Training geeignet, aber auf Dauer nicht wirklich effektiv.

Soll das Training irgendwelche Veränderungen im Körper hervorrufen, dann muss es einen überschwelligen Reiz darstellen, was ganz einfach heißt: Es muss anstrengend sein! Am besten mindestens zweimal in der Woche 30 bis 45 Minuten lang. Wesentlich länger macht auch keinen Sinn, da gerade beim Krafttraining der Regenerationseffekt von großer Bedeutung ist. Wer will, kann Kraft- jedoch mit Ausdauertraining ergänzen.

Um muskuläre Einseitigkeiten zu vermeiden, sollte in jedem Fall ein Ganzkörperkrafttraining durchgeführt werden, eine Beschränkung auf die Problemzonen ist daher weder sinnvoll noch zielführend. Damit die Figur attraktiver wird, kommt meist ein modifiziertes Kraft-Ausdauertraining zum Einsatz: Es werden nur kleine Gewichte verwendet, aber die werden sehr häufig bewegt. In manchen Fitnessstudios werden auch Geräte zur elektrischen Muskelstimulation eingesetzt.

Der Gesundheitsaspekt:

Neben dem besseren Aussehen hat Krafttraining – unter professioneller Anleitung! – auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit: Es stärkt die Gelenke und beugt Verletzungen vor. Durch das Krafttraining kann auch eine Schmerzreduktion im Rücken erreicht werden, eine Erhöhung der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit und eine Steigerung der Bewegungssicherheit. Zudem hindert Krafttraining Osteoporose am Entstehen, da der Mineralgehalt und die Knochendurchblutung gesteigert werden. Und: Eine verbesserte Kraftsituation bedeutet auch eine Entlastung des Herz-Kreislauf-Systems und reduziert die Gefahr einer kardialen Überlastung.

Die dynamische Muskelarbeit verbessert aber nicht nur die Durchblutung des Körpers, es kommt auch mehr Blut ins Gehirn, was die Laune positiv beeinflusst. Und weil man sich insgesamt besser und schöner fühlt, hat man mehr Selbstbewusstsein – Krafttraining ist also auch wertvoll für die Psyche!