Mittwoch, 17. September 2008

Kaffee als Muntermacher

Wissenswertes über das beliebte Heißgetränk.

Seit Jahrhunderten erfreut sich das Kaffeetrinken großer Beliebtheit und wird teilweise regelrecht zelebriert. Kaum einem anderen Getränk werden so viele Nebenwirkungen zugeschrieben wie dem Kaffee.

Afrika. Das Wort Kaffe stammt vom arabischen qahwa ab und bedeutet soviel wie anregendes Getränk. Es wird angenommen, dass die Kaffeebohne ursprünglich aus er Region Kafa im Südwesten Äthiopiens stammt und über Sklavenhändler in den arabischen Raum gelangt ist. Seit dem 17. Jahrhundert wird Kaffee auch in Europa genossen.

Kaffeebohne. Die häufigste Kaffeesorte ist der Arabica-Kaffee. Als seltenste und teuerste Kaffeesorte der Welt gilt der indonesische Kopi Luwak. Sie entsteht, wenn die Schleichkatzenart Luwak Kaffeekirschen frisst und Bohnen ausscheidet, deren Geschmackseigenschaften sich durch Fermentation im Darm der Tiere verändert haben. Dabei werden ihnen unter anderem Bitterstoffe entzogen.

Konsum. Den höchsten Kaffeekonsum haben die Finnen mit fünf Tassen dicht gefolgt von Deutschland, hier sind es immerhin vier Tassen pro Tag und Einwohner.

Positive und negative Effekte des beliebten Heißgetränks:

+ Muntermacher. Durch das Koffein wird die Wirkung des schlaffördernden Botenstoffes Adenosin blockiert.

+ Konzentration. Durch die Ausschüttung von Dopamin nach dem Kaffeegenuss wird die Konzentration gesteigert. Allerdings wird auch vermehrt Adrenalin ausgeschüttet und dieses vermindert die Denkfähigkeit zu Gunsten einer erhöhten Reaktionsleistung.

+ Bluthochdruck. Neueste wissenschaftliche Studien belegen, dass Kaffee keinen Einfluss auf den Bluthochdruck hat.

+ Schlafmittel. Die ersten 15 Minuten nach dem Kaffeegenuss konnte man eine beruhigende Wirkung feststellen und die Probanten konnten besser einschlafen, als jene ohne Kaffe.

- Unruhe- und Angstzustände. Bei seltenem Kaffeegenuss kann der Körper mit Unruhe reagieren.

- Nervosität. Durch die aufputschende Wirkung kann auch ein nervöses oder beklemmendes Gefühl auftreten.

- Abhängigkeit. Durch den Gewöhnungseffekt kann es zu leichten Entzugserscheinungen kommen, wie Kopfschmerzen.

- Sport. Bei Anstrengung in großen Höhen kann es zu einer verminderten Durchblutung des Herzmuskels kommen, was wiederum die Leistungsfähigkeit einschränkt.

Hausmittel. Noch ein kleiner Tipp am Rande: Kaffee eignet sich als Garten-Dünger. Aufgrund des hohen Stickstoffgehalts dient der Kaffeesatz nach dem Aufbrühen als gutes Düngemittel, vor allem für Rosen. Kaffee ist überdies ein gutes Handwaschmittel für stark verschmutzte und beanspruchte Hände. Die körnige Struktur wirkt schmirgelnd.