Montag, 22. Juli 2013

Grillen ohne Fleischeslust – ein vegetarisches Vergnügen

Wer tierische Produkte meiden will, muss auf gemütliche Abende und verführerische Düfte vom Grill nicht verzichten. Grillgut aus Soja und Tofu oder aus Seitan, einem Weizenprodukt, kann Steaks und Würstchen in Form und Geschmack verblüffend ähnlich sein und wie Fleisch direkt auf den Grill gelegt werden. Und da sind ja noch Gemüse und Obst, Käse, Pilze und Brot, die das Grillen auch jenseits von Fleisch und Fisch so richtig zum Genuss machen können…

Viele erinnern sich immer noch gern an die gegrillten Maiskolben am offenen Lagerfeuer ihrer (Vereins-)Jugendzeit zurück – einfach Mais auf ein Steckerl geben und über die Glut halten. Etwas Butter daran und salzen – fertig ist der Leckerbissen. Das ist nur eines von unzähligen köstlichen Beispielen, wie man auch ohne Fleisch und Fisch grillen kann (oder als Vegetarier unter „fleischfressenden“ Freunden auch seinen kulinarischen Spaß haben und gut satt werden kann).

Ein Großteil an vegetarischem Grillgut reagiert allerdings empfindlicher auf die Hitze als Fleisch, deshalb sollten die Vegetarier ihre Zutaten eher an den Rand des Rosts legen: Austernpilze, die vorher mit etwas Zitronenöl bepinselt und gepfeffert wurden, zum Beispiel (alternativ lassen sich Champignons super grillen – oder – ganz toll: Steinpilze!). Oder Gemüse, fein verpackt mit Gewürzen und etwas Speiseöl in einem Päckchen aus Alufolie: Hm! Auch Feta mit Kapern, Knoblauch und Basilikum eingewickelt kann köstlich sein und den Neid der Kollegen erwecken – was für ein Duft!

Käse – vor allem der ursprünglich aus Zypern und Griechenland stammende Grillkäse Halloumi – hat ja ohnehin schon seinen Siegeszug über alle Grillpartys angetreten. Zusammen mit zarten, mildwürzigen Schalotten und viel frischem Gemüse entsteht so ein bewundernswert appetitlicher Burger, z. B. 

Der Klassiker unter den Grillbeilagen ist aber nach wie vor die Folienkartoffel. Gut eingepackt kann sie direkt in der schwachen Glut etwa 30 Minuten gebraten werden. Um das Ganze zu beschleunigen, können Folienkartoffeln auch ein wenig vorgegart werden. Am besten wickelt man sie ungeschält ein, da die dünne Schale mitgegessen oder einfach übrig gelassen werden kann. In Scheiben geschnitten und mit Öl bestrichen, kann die Kartoffel auch direkt am Rost oder auf Alufolie gebraten werden.
Dazu ein Tsatsiki oder ein anderes Dipp – und fertig ist die geschmackliche Sensation.

Als Nachspeise gibt es dann gegrillte Ananas oder Bananen. Verfeinert mit etwas Honig oder Ahornsirupp und Zitrone, werden sie nicht nur von Vegetariern heiß geliebt. Auch Äpfel, Mangos, Mandarinen, Pfirsiche, Wassermelonen, Erdbeeren, Birnen eignen sich dazu, ihre Aromen auf dem Rost zu entfalten. Am besten, man steckt die Stücke auf kleine Spieße und legt diese auf den Grill – so kann nichts durchfallen und das Drehen ist auch einfacher.  Zusammen mit Vanilleeis gibt das dann eine vitaminreiche, köstliche Nachspeise, die alle dem Grillmeister aus der Hand reißen werden.

Vorausgesetzt, er hat das Grillgitter nach dem Fleischgenuss gereinigt – sonst schmeckt das Obst nicht nur für Vegetarier ein wenig seltsam…