Biohack yourself

Dienstag, 21. Juni 2016

Biohack yourself

Durch die Quantifizierung des Menschen mittels Apps etc. ist ein neuer Trend entstanden, bei dem alles auf die Optimierung des eigenen Selbst ausgerichtet ist.

Ein Name, unterschiedliche Trends

Biohacking ist der Name dieses neuen Trends. Damit werden aber auch ein paar andere Erscheinungen bezeichnet. In diesem Artikel geht es aber weder um das Zusammenbasteln von Genen im Heimlabor, um etwa genmanipulierte, im Dunkeln leuchtende Pflanzen zu erschaffen, noch um die technische Modifikation des eigenen Körpers, indem man sich z. B. Microchips oder andere Dinge implantieren lässt. Es geht in diesem Text stattdessen um den Trend, bei dem mit Tricks, so genannten Hacks, versucht wird, die Leistung von Körper und Gehirn zu steigern.

Was ist Biohacking?

Hinter diesem zugegeben seltsam klingendem Namen steckt der Wunsch, die beste Version seiner Selbst zu sein/werden.

Dazu wird ein systematischer Ansatz verfolgt. Jede/r einzelne BiohackerIn sammelt so viele Daten wir möglich von sich selbst. Das geschieht mit Hilfe von Apps oder Fitnessarmbändern. Dann beginnt das Ausprobieren.

Experimentieren & anwenden

Biohacking heißt auch, Versuche anzustellen. Sobald Daten gesammelt werden, beginnen die Selbstversuche. Das klingt jetzt extremer, als es in Wirklichkeit ist. Meist wird bei der Ernährung angesetzt. So werden z. B. einzelne Verhaltensweisen geändert und bestimmte Lebensmittel nicht mehr gegessen oder neue Esstrends ausprobiert. Die Ergebnisse werden überwacht. Fühlt man sich anders, besser? Hat sich die Leistungsfähigkeit subjektiv gesteigert? Was sagen die Daten?

Positive Wirkungen werden registriert und die Änderungen beibehalten, ansonsten Neues versucht und ausprobiert. Grundidee dahinter ist, dass alles, was man dem eigenen Organismus zuführt, enorme Auswirkungen auf unser Verhalten, unsere Gesundheit und unsere Leistung in allen Bereichen des Lebens hat. Bei der Ernährung wird jedoch nicht halt gemacht.

Vergesst nicht auf die Psyche

Zu den Dingen, die dem eigenen Organismus zugeführt werden, gehören auch Informationen und Emotionen. Nicht nur der Körper, auch die Psyche spielt eine wichtige Rolle beim Biohacking. Viele HackerInnen sehen bspw. abends nicht mehr fern, um so die eigene Schlafqualität und damit die Leistung zu verbessern. Auch Stressvermeidung durch verschiedene Entspannungstechniken gehört in diesen Bereich. Daneben spielen die eigenen Emotionen eine wichtige Rolle, denn auch sie tragen zum allgemeinen Wohlbefinden bei.

Verschiedene Bereiche, ein Ziel

Es gibt ein paar große Bereiche, in denen sich die meisten BiohackerInnen mit ihren Aktivitäten tummeln. Das sind Bewegung, Ernährung, Achtsamkeit, Flow, Dankbarkeit. Grundsätzlich wird aber versucht, alles zu verbessern, was irgend möglich ist.

Falls Sie jetzt Lust bekommen haben, Biohacking einmal selbst auszuprobieren: Nächste Woche stellen wir Ihnen ein paar Tipps für Anfänger vor, die vollkommen ungefährlich sind, aber einen guten ersten Eindruck dieses Trends vermitteln.