Biohacks für Anfänger

Montag, 27. Juni 2016

Biohacks für Anfänger

Nachdem wir uns vorige Woche mit dem Thema Biohacking im Allgemeinen beschäftigt haben, schauen wir uns heute ein paar Maßnahmen an, die man als Anfänger ausprobieren kann.

Am besten fängt man mit Biohacking an, indem man sich eine Fitnessapp herunterlädt, mit der man täglich Daten aufzeichnen kann. Ambitioniertere können auch ein Fitnessarmband kaufen. Je mehr Daten man sammelt, desto besser, denn nur die Möglichkeit, täglich Daten zu vergleichen erlaubt es, Versuche anzustellen und die Auswirkungen zu überprüfen. Schließlich kann man nur effektiver werden, wenn man sich selbst kennt und damit weiß, was wirkt. Nur so kann man sein biologisches Potenzial maximieren.

Simple Maßnahmen

Keine Angst. Sie müssen nicht gleich teure Medikamente kaufen, um mit dem Biohacking zu beginnen. Das funktioniert schon mit einfachen Schritten. Schauen wir uns zunächst zwei Ernährungshacks an, die momentan populär sind.

Nur Essen, wenn man hungrig ist
Dieser Hack ist eigentlich mehr eine Anpassung der eigenen Verhaltensweise. Essen Sie nur, wenn Sie hungrig sind und nur dann. Warten Sie also nicht darauf, bis es Zeit zum Mittag- oder Abendessen ist. Haben Sie Hunger, gönnen Sie sich was, selbst wenn das heißt, auf ein normales Essen ein wenig später zu verzichten. Verzichten Sie auf gewohnheitsmäßige Snacks wie etwa beim Fernsehen. Haben Sie Hunger, essen Sie, wenn nicht, nicht. Das Resultat werden nach einiger Zeit längere Perioden ohne Nahrungsaufnahme sein, weil Sie immer zu bestimmten Uhrzeiten hungrig werden. Diese Routine soll die Fettverbrennung beschleunigen, die Proteinsynthese verbessern und noch ein paar andere positive Wirkungen zeigen.

Butter zum Frühstück
Vielleicht fragen Sie sich jetzt: „Das soll ein Hack sein? Butter esse ich schon seit ich denken kann zum Frühstück.“ Hier geht es jedoch nicht um die Butter auf der Scheibe Brot, es geht um Butter im Kaffee. Nehmen Sie dazu Biobutter von Kühen, die mit Gras gefüttert werden und geben Sie sie in den Kaffee. Sie können alternativ auch einen Löffel Kokosnussöl dazugeben. Hier wird ganz konkret auf die Fähigkeit des Körpers, Fett in Energie umzuwandeln zurückgegriffen. Vor allem mittelkettige Fettsäuren, wie sie in großer Zahl im Kokosöl vorkommen, sind dafür perfekt geeignet. Biohacker schwören auf dieses Frühstück und sagen, dass sie dadurch stundenlang Energie haben und fokussiert arbeiten können, ohne Hunger zu bekommen.

Atmen und entspannen
Auch Stressreduktion und die damit einhergehende Steigerung der Produktivität soll mit Hilfe von Entspannungstechniken usw. erreicht werden. Beginnen Sie also mit Meditation oder Yoga, um somit langfristig Ihre geistige Leistungsfähigkeit und Ihre Stressresistenz zu erhöhen.

Richtig schlafen
Beim Schlaf geht es weniger um die Dauer, sondern viel mehr um die Qualität. Werden Sie ausgeschlafener sein, wenn Sie sechs Stunden durchschlafen oder zehn Stunden schlecht schlafen und ständig aufwachen? Schlechte Schlafqualität kann sich katastrophal auf unsere mentale, emotionale und körperliche Gesundheit auswirken. Deshalb versuchen viele BiohackerInnen, Ihre Schlafqualität zu verbessern. Dazu verändern sie ihre Schlafgewohnheiten. Das Ziel ist immer ein tiefer, störungsfreier Schlaf. Verzichten Sie nach 14 Uhr auf Koffein oder lesen Sie abends ein Buch, statt vor dem Computer oder dem Fernseher zu sitzen. Durch das Blaulicht der Bildschirme wird der Körper auf Tagbetrieb und Wachheit umgeschaltet. Erholsamer Schlaf ist nicht mehr möglich.

Das sind nur ein paar Tipps, um mit dem Biohacking zu starten. Es bedarf nicht viel. Z. B. ist auch der bewusste Verzicht auf Zucker oder der Versuch, sich so gesund zu ernähren wie möglich, schon ein Biohack, denn langfristig erhält und steigert man damit die eigene Leistungsfähigkeit. Dazu zählt übrigens ebenso das Verlassen der Komfortzone. Hier können Sie mehr darüber lesen.