Was tun gegen Kater?

Dienstag, 09. Februar 2016

Was tun gegen Kater?

Der Faschingsdienstag ist für viele ein Tag zum Feiern. Damit dir Kater am nächsten Tag nicht zu extrem ist, kann man ein paar Dinge beachten.

Warum es überhaupt zu einem Kater kommt, ist nicht vollständig geklärt. Es gibt mehrere Theorien. Eine besagt, dass durch die entwässernde Wirkung des Alkohols das Blut eindickt, was die Hirnhaut reizt und Kopfweh verursacht. Eine andere Theorie schreibt Acetaldehyd die Schuld zu. Dieses Zellgift entsteht beim Alkoholabbau und ruft Übelkeit hervor. Wieder eine andere meint, dass der Mineralstoffmangel nach einer durchzechten Nacht Kopf- und Gliederschmerzen verursacht.

Wie auch immer, es gibt bewährte Hausmittel, die dafür sorgen, dass ein Kater nicht allzu schlimm wird bzw. schneller wieder verschwindet. Hier sind unsere “Dos and Don’ts”.

Vorsicht bei Medkamenten

Wenn Sie Aspirin nehmen, dann noch vor dem Schlafengehen. Es belastet nämlich den Magen und kann die Übelkeit am nächsten Tag verstärken.

Verzichten Sie auf Paracetamol. Dieses Medikament wird über die Leber abgebaut, die ist aber schon mit dem Alkohol beschäftigt. Im schlimmsten Fall können irreversible Leberschäden die Folge sein.

Pfefferminzöl & Kälte gegen Kopfschmerz

Pfefferminzöl wirkt gegen Kopfweh gleich gut wie Tabletten, belastet aber den Körper nicht. Nehmen Sie ein paar Tropfen Öl und massieren Sie damit Stirn und Schläfen. Die Wirkung setzt nach etwa 15 Minuten ein.

Mit einem Beutel Eis oder einem kalten Waschlappen ist effektive Schmerzbekämpfung auch möglich. Durch die Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen, der Schmerz lässt nach.

Viel trinken

Alkohol wirkt entwässernd. Trinken Sie also immer wieder einmal ein Glas Wasser während des Feierns. Auch am nächsten Tag ist der Flüssigkeitsbedarf erhöht. Stillen Sie Ihren Durst mit Wasser oder verdünnten Fruchtsäften. Stilles Mineralwasser eignet sich am besten, gleicht es doch den alkoholbedingten Mineralstoffmangel wieder aus.

Kohlensäurehaltige Getränke sollten am Tag danach gemieden werden, weil sie den ohnehin empfindlichen Magen reizen.

Essen hilft - davor und danach

Die richtige Unterlage macht einen großen Unterschied. Essen Sie fettreiche Speisen bevor es losgeht. So wird die Alkoholaufnahme verlangsamt.

Während der Feier sind salzige Snacks gut. Das bremst den Mineralstoffabbau.

Am nächsten Tag essen Sie schließlich Gemüseeintopf und frisches Obst. Der im Obst enthaltene Fruchtzucker fördert den Alkoholabbau.

Zu deftiges Essen sollte vermieden werden, weil die Leber noch mit dem Alkohol beschäftigt ist und eine große Menge an Fetten nur zusätzlich belastet.

Unter keinen Umständen sollten Sie Süßes vor, während oder nach der Feier essen. Normaler Zucker verstärkt die Wirkung von Alkohol und regt die Bildung von Alkoholabbauprodukten an, was zu Kopfweh führt.

Feuer mit Feuer bekämpfen?

Viele schwören darauf, einen Kater mit Alkohol zu besänftigen. Das berühmte Reparaturbier ist aber kontraproduktiv. Kurze Zeit fühlen Sie sich besser, weil der erneute Alkohol die Blutgefäße weitet und so Kopfweh verringert. Sobald die Wirkung aber verflogen ist, haben Sie die Regenerationsprozesse einfach nur verlangsamt. Schließlich muss die Leber jetzt noch mehr Alkohol abbauen.

Besser Sie machen stattdessen einen Spaziergang. Bewegung an der frischen Luft regt den Kreislauf an, die Gefäße weiten sich und die Regeneration wird beschleunigt.

Die Mischung macht’s - oder eben nicht

Mit dem Trinken vieler verschiedener Sorten Alkohol sind Kopfschmerzen sicher. Bier enthält andere Fuselalkohole als z. B. Wein. Je mehr verschiedene Fuselalkohole, desto giftiger. Bleiben Sie also bei einer Getränkesorte und mischen Sie nicht.

Zum Schluss noch ein Tipp: Nikotin verzerrt das Empfinden, wie betrunken man schon ist, weil es den Alkoholspiegel im Blut senkt. Dadurch steigt die Gefahr, zu viel zu trinken. Vielleicht rauchen Sie also das nächste Mal ein bisschen weniger und verhindern so, zu tief ins Glas zu schauen. Dann sind Sie am Tag danach gleich fitter.

“Unsere Nahrungsmittel sollen Heilmittel,
und unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.”

Hippokrates