Stressmanagement für die Adventszeit

Montag, 18. November 2019

Stressmanagement für die Adventszeit

Vor allem in der Vorweihnachtszeit leiden viele Menschen unter vermehrtem Stress. Da sollen Geschenke besorgt werden, man sollte mit den Arbeitskolleginnen und -kollegen einmal auf einen Adventsmarkt gehen, die Familie will besucht werden und nebenbei sollen wir auch noch alles für ein festliches Weihnachtsessen planen. Natürlich wird im Advent auch gearbeitet. Viele Dinge, die den Stresspegel im Dezember jedes Jahr aufs Neue in die Höhe treiben.

Damit Sie ohne den gröbsten Stress durch den Advent kommen, stellen wir Ihnen hier ein paar Stressmanagementtaktiken vor, die effektiv helfen, den Stress in Zaum zu halten. Zunächst beginnen wir jedoch mit der Frage, was Stress eigentlich ist.

Was ist Stress?

Definiert wird Stress als ein Zustand oder ein Gefühl, dass eine Person erlebt, wenn sie wahrnimmt, dass die an sie gestellten Anforderungen die persönlichen und sozialen Ressourcen, die sie mobilisieren kann, übersteigen. Stress ist, kurz gesagt, also ein Gefühl von Druck, das Gefühl, das wir haben, wenn wir glauben, die Kontrolle verloren zu haben.

Natürlich gibt es auch noch eine instinktive Stressreaktion auf unerwartete Ereignisse, doch löst diese Reaktion selten chronischen Stress, die schädlichste Form, aus.

Wie Stress managen

Es gibt verschiedene Arten, mit Stress umzugehen. Hier kann man keine allgemeinen Tipps geben, die Devise lautet ausprobieren. Jeder Mensch muss die optimale Stressmanagementmethode für sich selbst finden, es kommt aber immer auch auf die jeweilige Situation an, welche Maßnahme zielführend ist.

Der erste Schritt, um gegen Stress vorzugehen, ist es, sich seiner eigenen Stressoren bewusst zu werden. Was sind die Dinge, die Stress in mir hervorrufen? Um das herauszufinden, ist es gut, ein Stresstagebuch zu führen, wo man alle Stressauslöser zunächst einmal aufschreibt. Welche Stressoren haben den größten Einfluss? Welche beeinflussen unser Wohlbefinden am meisten?

Ist man sich dieser Dinge einmal bewusst, geht es darum, den Stress zu managen. Hier gibt es verschiedene Ansätze.

Handlungsorientierter Ansatz

Bei diesem Ansatz geht es ganz ums Handeln. Man setzt also aktiv Handlungen, um stressvolle Situationen zu ändern. Das kann bspw. ein besseres Zeitmanagement sein. Hatte man bisher in der Arbeit nicht wirklich eine klare Einteilung, können To-Do- und Prioritätenlisten helfen, den Stress zu reduzieren. Man sieht dann nämlich auf einen Blick, was zu tun ist und welche Dinge wirklich wichtig ist. So verringert sich das Gefühl, es nicht schaffen zu können. Auch die Eliminierung von Multitasking hilft, Stress zu vermeiden. Konzentriert man sich ganz auf eine Aufgabe, kommt man in einen Flow-Zustand und man kann lange produktiv arbeiten.

Emotionsorientierter Ansatz

Dieser Ansatz ist hilfreich, wenn der Stress daher rührt, wie man eine Situation wahrnimmt. Hier kann es helfen, wenn man eine Metaperspektive einnimmt. Man beobachtet dabei einfach, welche Gedanken auftauchen, wenn man an die stressige Situation denkt. Kommt ein stressvoller Gedanke, nimmt man ihn wahr, indem man zu sich selbst sagt: “Ich bemerke, dass ich den Gedanken habe, dass mich die Vorbereitung des Weihnachtsessen für die Familienfeier überfordert.” Diese Formulierung bringt etwas Abstand zwischen uns und unsere Gedanken und erlaubt es uns, sie als das zu sehen, was sie sind: Gedanken, also Dinge, die in unserem Kopf auftauchen und die auch wieder verschwinden.

Indem wir Abstand zu stressigen Gedanken nehmen, haben sie viel weniger Einfluss auf uns. Auch klassisches positives Denken kann helfen.

Akzeptanzorientierter Ansatz

Dieser Ansatz eignet sich hervorragend für alle Situationen, in denen wir keinen Einfluss auf den Ausgang haben, die wir also nicht ändern können.

Ein klassisches Beispiel ist ein vorweihnachtlicher Stau beim Einkaufszentrum. Egal, wie sehr wir uns auch aufregen, wir können nichts an der Situation ändern, dass wir im Stau stehen. Hier hilft es, die Situation einfach so zu akzeptieren, wie sie ist, sie nicht ändern zu wollen, und versuchen, es zu genießen. Man könnte sich während man im Stau steht ja bspw. einmal wieder Gedanken darüber machen, was einen wirklich glücklich macht und ob man diese Dinge auch in dem Ausmaß macht, wie man es gerne würde.

Zusammenfassung

Stress erleben wir, wenn wir uns bedroht fühlen oder meinen, die Kontrolle zu verlieren, wir also glauben, nicht mit einer Situation umgehen zu können.

Wichtig ist, dass wir stressige Situationen, die wir ändern können, durch konkrete Maßnahmen zum Besseren bewegen und wir unsere Wahrnehmung dieser Situationen anpassen. Alle Situationen, die wir nicht ändern können, sollten wir versuchen zu akzeptieren.

So kommt man auch relativ stressfrei durch den Advent.