Donnerstag, 07. Oktober 2010

Fit mit Golf – Sport ohne Altersgrenze

Auch wenn der Golfsport lange mit dem Vorurteil zu kämpfen hatte, dass es sich dabei nur um einen Spaziergang im Grünen handelt, nimmt die Fangemeinde dieser Sportart kontinuierlich zu. Denn Golf ist ein Sport, welcher die mentale Konzentration und körperliche Leistungskraft steigert, dabei jedoch nicht zu sehr belastet, und gleichzeitig noch Glücks- und Erfolgserlebnisse bringt. golf

Egal ob jung, alt, sportlich oder untrainiert – Golf eignet sich für nahezu alle Altersgruppen und die unterschiedlichsten Fitnesslevels. Nahezu jeder Golfclub bietet Kinder-Trainingsprogramme an, denn die leistungssportlich erfolgreichsten Golfer sind meist junge Leute. Aber auch viele ältere Menschen sind am Golfplatz anzutreffen. Sie genießen die Bewegung, den moderaten sportlichen Wettkampf und die Geselligkeit.

Man darf Golf aber in sportlicher Hinsicht nicht unterschätzen. Pro Spiel werden bis zu zehn Kilometer, teils bergauf und bergab, zurückgelegt. Absolviert man die Strecke in einem flotten Tempo, so kann man von einem sinnvollen Ausdauertraining sprechen, das den Stoffwechsel begünstigt, das Herz-Kreislauf-System in Schwung hält, hohen Blutdruck senkt und die Atmung stärkt. Weiters werden Gleichgewicht und Beweglichkeit geschult, und die Muskeln im Hüft- und Armbereich gestärkt. Außerdem wirkt sich Golf positiv auf die Körperhaltung aus. Denn diese ist entscheidend, wenn man den Ball in die richtige Richtung befördern will.

Technik, Taktik, Ausdauer und Psyche sind die wichtigsten Faktoren für die Ausübung eines gesunden Golfsports. Von Golfsport-Experten wurden die körperlichen und geistigen Auswirkungen des Golfsports untersucht.

  • Fettverbrennung: Eine 18-Loch-Runde dauert ungefähr 4 Stunden. In dieser Zeit verbrennt der Körper 1200 Kalorien. Die niedrige, aber konstante Belastung ist ideal für Herz und Kreislauf. Es ist daher auch ein Sport für Menschen mit Bluthochdruck.
  • Muskeltraining: Bei einem richtig durchgeführten Abschlag spannen sich 124 von insgesamt 434 Muskeln an. Es ist also ein Training für den gesamten Körper.
  • Konzentrationsfähigkeit: Jeder Schlag und jede Runde ist ein gutes Training für die Psyche, denn die mentale Stärke ist beim Golfspiel enorm wichtig. Bei Erregung und Nervosität rollt nur selten ein Ball ins Loch.
  • Stressabbau: Bewegung und Entspannung in der Natur sind gut für das Gehirn und helfen Stress abzubauen. Unser Alltag überfordert das Nervensystem. Beim Golf erhöht sich die Leistungsbreite des Gehirns.

Aber auch ein paar gesundheitliche Risiken können durch den Golfsport auftreten:

  • Fehlerhafte Technik: Den „Golfer-Ellbogen“ oder die „Golfer-Schulter“ ist ein häufiges Leiden, das aufgrund einer falschen Schwungmechanik entsteht. Es ist immer wichtig mit wenig Kraft und mehr Technik zu schlagen. Auch wenn man zu oft den Boden schlägt, kann es zu einer akuten Überlastung des Handgelenks kommen. Schläger und Handgelenk werden dabei von 170 km/h auf 0 km/h abgebremst.
  • Übermotiviertes Training: Wer zu oft und intensiv trainiert, muss mit Problemen im Bereich des Rücken und der Hand sowie Handgelenke rechnen. Zu viel Ehrgeiz kann krank machen.

Dem kann man jedoch durch ein fünf- bis zehn Minuten langes Auf- und Abwärmtraining entgegenwirken. Wer mit sinnvollen Übungen zusätzlich die Bauch- und Rückenmuskulatur trainiert, wird sich beim Golfen wohl fühlen. Die Schwungtechnik muss bei Anfängern regelmäßig durch einen Trainer oder einen erfahrenen Golf-Partner korrigiert werden.

Falls Sie noch kein Golfer sind und nun diesen wirklich reizvollen Sport einmal ausprobieren wollen, dann machen Sie sich keine Gedanken, bezüglich der Ausrüstung. Am Anfang reichen Turnschuhe mit einem ordentlichen Profil und eine bequeme Kleidung. Nahezu jeder Golfclub bietet Schnupperstunden an. Während der ersten Stunden auf der Driving-Range werden in der Regel vom Trainer Leihschläger zur Verfügung gestellt. Erst wenn der Grundschlag konstant wiederholt werden kann, muss man sich Gedanken über eine eigene Ausrüstung machen. Am besten lassen Sie sich vor der Anschaffung von Ihrem Golflehrer beraten.