Die richtige Trainingsform

Montag, 27. Februar 2017

Die richtige Trainingsform

Es gibt verschiedene Arten von Training: Kraft, Ausdauer usw. Doch welche ist die richtige? Lesen Sie hier mehr.

Natürlich ist Krafttraining das einzig richtige. Nein, Ausdauertraining ist am gesündesten, das weiß doch jedes Kind. Beweglichkeit - ohne sie kannst du keine andere Trainingsart überhaupt ausführen.

Den Streit darüber, welche Trainingsart die beste und einzig richtige ist, gibt es schon sehr lange und - das gleich vorneweg - wir werden ihn hier nicht lösen.

Trainingsformen

Aber welche Trainingsformen gibt es überhaupt? Fallen Ihnen auf Anhieb fünf ein? Falls nicht, sind Sie hier richtig, denn hier stellen wir ihnen alle vor.

Kraft

Grundsätzlich wird mit dem Begriff Kraft die Fähigkeit der Muskulatur bezeichnet, sich trotz Widerstands zu kontrahieren. Krafttraining hat zwei Ziele:

  1. Die Steigerung der Muskelmasse.
  2. Die Steigerung der Kraft in den Bereichen Schnell-, Maximal- und Reaktivkraft.

Klassisch wird die Kraft mit Gewichten trainiert. Abhängig vom Trainingsziel werden mehr Wiederholungen mit weniger Gewicht oder wenige Wiederholungen mit viel Gewicht durchgeführt.
Eine gut entwickelte Muskulatur unterstützt sowohl Skelett als auch Bewegungsapparat, wodurch vielen Beschwerden wie Rückenschmerzen vorgebeugt werden kann.

Ausdauer

Für eine gute körperliche Leistungsfähigkeit ist nicht nur beim Sport eine ordentliche Ausdauer notwendig. Das ist die Fähigkeit, eine Anforderung möglichst lange ohne Ermüdung ausführen zu können. Diese Leistung wird maßgeblich davon beeinflusst, wie viel Energie dem Muskel zur Verfügung gestellt werden kann. Ein trainiertes Herz kann über das Blut mehr Nährstoffe und Sauerstoff zum Muskel transportieren, weshalb Ausdauertraining immer zuerst das Herz-Kreislauf-System ansprechen sollte. Eine Einheit Ausdauertraining sollte mindestens 30 Minuten dauern.

Schnelligkeit

Das ist die Fähigkeit, einzelne Bewegungen so schnell wie möglich auszuführen. Um die schnellstmöglichen Bewegungs- und Reaktionsgeschwindigkeiten zu erreichen, ist ein gut funktionierendes Nerv-Muskelsystem notwendig. Schnelligkeitstraining ist vor allem bei Ballsportarten und in der Leichtathletik wichtig, wobei der Beschleunigungsphase die größte Aufmerksamkeit zuteil wird. Ein Sprint dauert schließlich immer nur wenige Meter.

Koordination

Nur mit guter Koordination können Kraft und Ausdauer richtig genutzt werden. Was nutzt es schließlich, wenn man die beste Ausdauer weltweit hat, aber bei jedem zweiten Schritt stolpert? Koordinative Fähigkeiten muss jeder Mensch lernen, denn sie sind nicht angeboren. Deshalb kann man die eigene Koordination mit gezielten Übungen auch noch im hohem Alter verbessern. Außerdem werden mit solchen Übungen die räumliche Orientierung, das Gleichgewicht und die Rhythmusfähigkeit mittrainiert.

Je besser die Koordination, desto ökonomischer, präziser und harmonischer werden Bewegungen ausgeführt.

Beweglichkeit

Zum Schluss kommen wir noch zur Beweglichkeit, die die Grundlage für die vier anderen Formen ist. Je gelenkiger, gedehnter jemand ist, je geschmeidiger man sich also bewegt, desto besser können Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination eingesetzt werden.

Leider nimmt die Beweglichkeit durch einseitige Belastungen im Alltag oft ab, einzelne Muskeln verkürzen sich. Am besten wirkt man dem durch regelmäßige Dehnübungen entgegen. Das ist vor allem mit zunehmendem Alter wichtig, weil die Beweglichkeit sonst mit jedem zusätzlichen Lebensjahr abnimmt.

Die optimale Trainingsform

Jetzt, da Sie die verschiedenen Trainingsformen kennen, fragen Sie sich vielleicht, welche am besten ist. Die Antwort darauf lautet: Es kommt darauf an - und zwar auf Ihre Trainingsziele. Je nach Zielsetzung sollten Sie dann einen darauf zugeschnittenen Trainingsplan erstellen. Eines ist aber gewiss: Für effektives Training, das alle motorischen Grundfähigkeiten anspricht, ist Abwechslung Pflicht. Die Mischung macht‘s.