Freitag, 03. April 2009

Brennesseln. Mehr als Unkraut.

Wer hat als Kind nicht zumindest einmal die Erfahrung gemacht, was es bedeutet mit kurzen Hosen in einen Brennessel-Busch zu laufen. Der unangenehm brennende Schmerz bleibt in Erinnerung. Dabei sind sie als Tee oder in Salaten genossen, regelrechte Vitaminspender und fördern die Entschlackung. Also genau das Richtige für eine Frühlingsdiät.

Pflanzenheilkunde. Die Brennesel vor allem die große Brennesel Urtica dioica ist eine der ältesten Heilkräuter. Sie enthält viel Vitamin C und Provitamin A, Mineralsalze sowie Magnesium, Eisen und Kieselsäure.

Brennhaare. Ungeliebt sind die Brennesseln vor allem wegen ihrer Brennhaare, die bei Berührung zu schmerzhaften Quaddeln (Schwellungen) führen. Diese Brennhaare befinden sich am Stängel und dienen der Pflanze als Schutzmechanismus. Es handelt sich um lange Röhren, deren Wände im oberen Bereich durch eingelagerte Kieselsäure hart und spröde sind. Durch Berührung wird das Köpfchen abgebrochen und es tritt Methansäure aus, die durch die Spitze direkt in die Haut geht. Das führt zu einer kleinen Wunde und versucht den unangenehmen brennenden Schmerz oder führt gar zu Entzündungen. Berührt man die Pflanze von unten nach oben kann man sie ungehindert ernten.

Verwendung. Vor allem junge Brennesseltriebe werden gerne für Suppen oder Salate verwendet. In Notzeiten wurden sie auch gerne als Spinatersatz eingesetzt.

Entschlackung. Brennesseln verfügen über eine entzündungshemmende und harntreibende Wirkung. Vor allem durch letztere wird sie gerne zur Entschlackung verwendet. Junge frisch gepflückte Brennesseln mit heißem Wasser übergießen, fertig ist der Brennessel-Tee und wird im Zuge von Diäten gerne angewendet.

Prostata. Verwendung findet die Brennessel auch bei Prostatabeschwerden. Sie reinigt, wirkt entzündungshemmend und ist harntreibend.

Volksmedizin. Brennesseln werden seit Jahrhunderten auch bei Haarausfall, Hautauschlägen, Allergien, Blutarmut und Erschöpfung eingesetzt.