Mittwoch, 18. September 2013

Mykotherapie – Heilkraft aus dem Reich der Pilze

Seit Jahrtausenden spielen Heilpilze in Asiens traditioneller Heilkunde eine wichtige Rolle: Reishi oder Shiitake werden nicht nur zur Immunstärkung eingesetzt, sondern auch bei Leber- und Nierenleiden, Verdauungsbeschwerden, Gefäß- und Gelenkerkrankungen, Vergiftungen, Reizdarm, Bluthochdruck, Asthma, Übergewicht, Nervenschwäche, Schlafstörungen, Krebstherapien und vielem mehr. Seit kurzem boomt die „Mykotherapie“ – die Anwendung von Vitalpilzen zu Therapiezwecken – auch bei uns.

Dabei werden die Pilze in unterschiedlicher Form angeboten: Man kann sie z. B. getrocknet im Ganzen oder als Pulver in Tabletten- oder Kapselform kaufen. Dafür wird der gesamte Fruchtkörper des jeweiligen Pilzes getrocknet und anschließend zu Pulver zermahlen. So bleiben sämtliche Mineralien, Vitamine, Antioxidantien, Polysaccaride und Terpene erhalten – letztere wirken sich übrigens auch auf allergische Reaktionen positiv aus, was die Heilpilze zu beliebten Hilfsmitteln gegen Heuschnupfen und Co macht.

Zweitens werden die Pilze als Extrakt angeboten. Dazu wird das Pulver mittels Heißwasserauszug extrahiert – das bedeutet, dass sich die wasserlöslichen Bestandteile im Wasser auflösen – wird die Substanz wieder getrocknet, bleibt zwar auch hier ein Pulver zurück. Aber alle nicht wasserlöslichen Teile sind ausgewaschen und im Extrakt nicht mehr enthalten. Der Benefit dabei: Man erhält sehr hohe Konzentrationen an Polysaccariden und Terpenen. Die dritte Form ist eine Mischung aus Pulver und Extrakt, die beiderlei Vorteile in einer Kapsel vereint.

Die beiden „Hauptpilze“ unter den Heilpilzen sind Reishi und Shiitake.
Reishi (Ling Zhi) ist der „Pilz der Unsterblichkeit“ und hat eine anregende Wirkung auf den Stoffwechsel – es ist, als ob einem nach dem Einnehmen innerlich warm wird. Außerdem stärkt Reishi die Leber und beruhigt: Bei Schlaflosigkeit oder Nervosität vor dem Schlafengehen kann dieser Pilz daher eine hervorragende entspannende Wirkung hervorrufen und zum besseren Schlaf beitragen.

Der zweite, meistverwendete Pilz ist Shiitake auch „König der Pilze" genannt: Neben einer Vielzahl von organischen Substanzen wie Nukleotide, Aminosäuren, Peptide, organische Säuren und Zuckerverbindungen enthält er z. B. auch Lentinan, das in der Tumorbekämpfung mit eingesetzt wird.

Weitere häufig verwendete Pilze sind auch: Hericium („Igelstachelbart), Agaricus blazei murill („ABM“) und Maitake.

Zusammenfassend kann man sagen: Mit der geballten Heilkraft aus dem Reich der Pilze versorgt man seinen Köper auf jeden Fall mit ganz viel Energie und kurbelt seine Selbstheilungskräfte an. Wie die traditionelle chinesische Medizin weiß, können damit aber auch schwere Krankheiten positiv beeinflusst werden.
Nicht vergessen: Ganz viel Wasser bei der Einnahme trinken, sonst „drücken“ die Pilze!