Sonntag, 30. Dezember 2012

Entsäuern nach den fetten Festtagstagen

Als „waagemutiger“ Mensch hat man zu den Festtagen auch heuer wieder zu fett, zu süß – und überhaupt von allem zu viel gegessen. Nun ist man „sauer“.  Genauer gesagt: Man ist übersäuert. Auf Dauer macht das schlechte Laune, nervös und müde. Kurz, die körperliche und geistige Verfassung ist auf dem Weg in den Keller. Basenpulver, basische Lebensmittel, ein Basen-(Fuß)-Bad und viel Bewegung helfen beim Entsäuern.Säuren entstehen durch die Verstoffwechslung von Nahrungsmitteln. Was süß ist (z. B. Zucker), wirkt oft sauer – und was sauer schmeckt (z. B. Zitronen), kann auch basisch wirken. Am stärksten säurebildend sind Fleisch, Wurst, Fisch, Eier (Eiweiß), Käse, Zucker und Süßwaren, süße Getränke wie Limonade oder Cola, Weißmehl und Weißmehlprodukte, Kaffee, Schwarztee, Alkohol und Nikotin. Aber auch Sahne (Schlagobers), Quark (Topfen), Vollkornprodukte und Nüsse (ausgenommen Mandeln) sollten in den nächsten Tagen nicht allzu häufig auf dem Speisezettel stehen. Und die Dosen und Packerl bleiben unberührt, die Schokolade wird weggepackt, Ketchup und Majo haben Pause und die Mikrowelle bleibt kalt!

Jetzt heißt es: Viel frisches Gemüse auf den Tisch und in den Teller. Vor allem die Gemüsearten, die unter der Erde wachsen, sind wahre Basenzauberer: Kartoffel, Sellerie, Karotten, Petersilienwurzel, Pastinaken… ein Süppchen daraus tut dem Körper gut und hebt die Laune. Aber auch Pilze, Bohnen, Kichererbsen, Kürbis, Zucchini, Salat, Kohlrabi, Avocados, Gurken, Rettich, Sprossen und Rote Beete (Rote Rüben) können kleine Wunder in Sachen Nachfeiertags-Katerstimmung bewirken. Dazu kommen etwas Milch und Joghurt, grüner Tee oder Kräutertees und viel, viel Wasser – zwei bis drei Liter täglich sind das Minimum.

Außerdem gilt: Gut gewürzt ist halb entsäuert. Ob mit frischem Schnittlauch oder einer guten Prise Cayenne-Pfeffer, mit viel Knoblauch oder Ingwer ist man auf der richtigen, sprich basischen Seite. Dazu immer alles gut kauen und langsam essen.

Ein wichtiger Schritt ist auch die Zufuhr basischer Mineralstoffe in Reinkultur. Mineralien wie Kalzium, Magnesium oder Kalium neutralisieren Säuren nämlich. Wenn sich zu viele Säuren und Schlacken im Körper angesammelt haben, verwendet unser Organismus die in Knochen, Zähnen und Muskeln gespeicherten Mineralien, um die Säuren zu neutralisieren. Fatale Folgen davon können Muskelkrämpfe, Beinzuckungen Muskelschwäche, schlechte Zähne und brüchige Knochen sein. Basensalze und Basenpulver enthalten alles, was der Körper zur Unterstützung des Entsäuerungsprozesses braucht.

Auch Entspannungstrainings sowie regelmäßiger Sport können helfen, die Ausscheidung von Säuren über die physiologischen Wege des Schwitzens und der CO2–Abatmung durch die Lungen zu unterstützen. Und: Lachen Sie viel, besuchen Sie die Sauna und bereiten Sie zuhause in der Badewanne ein Basenbad zu – oder einfach nur ein Fußbad mit einem Basen-Badezusatz. Man glaubt es kaum, aber selbst Backpulver im Wasser kann behilflich sein. Denn schließlich besteht Backpulver aus reinem Natriumcarbonat – und das reagiert basisch und neutralisiert Säuren… selbst durch die Haut durch.