Antioxidantien - Schutz für die Gesundheit

Dienstag, 29. September 2015

Antioxidantien - Schutz für die Gesundheit

Antioxidantien schützen den Körper und unterstützen das Immunsystem, indem sie freie Radikale einfangen. Damit sind sie ein hervorragendes Anti-Aging-Mittel. Sie verhindern oxidativen Stress, der hauptverantwortlich für die Zellalterung ist. Weil der Körper sie aber nicht selbst produzieren kann, müssen sie mit der Nahrung aufgenommen werden.

Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die gezielt die Oxidation anderer Substanzen verhindern. Oxidationsprozesse kennt jeder. Zum Beispiel ist Rost ein Ergebnis solcher Vorgänge. Diese Prozesse finden aber auch im menschlichen Körper statt, während des Stoffwechsels etwa.

Dabei entstehen freie Radikale, das sind hochreaktive Sauerstoffverbindungen. Diese können auch durch den Einfluss von UV-Strahlung, Chemikalien oder Schadstoffen aller Art entstehen. Stress, falsche Ernährung und eine ungesunde Lebensweise können ebenso zu einer vermehrten Bildung von freien Radikalen beitragen. Treten diese nun in einer größeren Menge auf, kommt es zu oxidativem Stress, der für das Altern, aber auch für verschiedene Krankheiten verantwortlich ist. Freie Radikale schädigen nämlich Erbgut, Proteine und Zellen und können damit der Gesundheit sehr gefährlich werden.

Was kann man nun aber dagegen tun? Der menschliche Körper setzt zunächst einmal bestimmte Enzyme ein, um einen Großteil der freien Radikale unschädlich zu machen. Zusätzlich unterstützen Antioxidantien den Körper. Deren Wirkung kann man am besten mit einem Apfel und einer Zitrone erklären. Schneidet man den Apfel in zwei Hälften, werden die Schnittstellen nach kurzer Zeit braun, sie oxidieren. Gibt man aber Zitronensaft darauf, geschieht das nicht. Der Grund dafür ist das in der Zitrone enthaltene Vitamin C. Es ist ein Antioxidans und damit ein Radikalfänger.

Diese müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Da sie vor allem in pflanzlichen Nahrungsmitteln vorkommen, ist es wichtig, oft Obst und Gemüse zu essen. Am besten fünf Mal pro Tag. So kann ein gute Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen gewährleistet werden. Ist das nicht möglich, können Nahrungsergänzungsmittel eine Alternative darstellen.

Zusammen mit den körpereigenen Abwehrmechanismen wird so ein sehr guter Schutz gegen Oxidationsprozesse geschaffen.

Die genaue Wirkung der einzelnen Antioxidantien ist noch nicht vollständig bekannt, sie sollen aber vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, vor Krebs und auch anderen chronischen Krankheiten schützen.

Hier eine Liste der bekannten Antioxidantien bei den Vitaminen und Mineralstoffen:

  • Vitamin C: Das wohl bekannteste Antioxidans ist vor allem in frischem Obst und Gemüse enthalten.
  • Vitamin E: Dieses fettlösliche Vitamin ist in pflanzlichen Ölen, Nüssen und Getreide enthalten.
  • Beta-Carotin: Dieser Stoff wird vom Körper in Vitamin A umgewandelt. Als gelb-roter Farbstoff kommt er bspw. in Karotten, Kürbissen, Paprika, Marillen und Mangos vor.
  • Selen: Kommt hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln vor. Es ist aber auch in Gemüse, Kartoffeln und Obst enthalten.
  • Zink: Der Zinkbedarf des Körpers wird hauptsächlich durch Fleisch und Käse abgedeckt.

Es gibt noch eine Reihe von sekundären Pflanzenstoffen, die als Antioxidantien gelten:

  • Flavonoide: Sind in Kirschen, Äpfeln, Beeren, Rotkraut, Zwiebeln, etc. enthalten.
  • Polyphenole: Diese kommen in grünem und schwarzem Tee vor, aber auch in der Kaffee- und Kakaobohne. Außerdem verleihen sie Kirschen, Rotkraut und Weintrauben ihre kräftige rot-violette Farbe.

Dazu kommen weitere Stoffe wie Saponine, Sulfide und Carotinoide, die in Obst, Gemüse und Getreide vorkommen.