Transfette: Cremige Gefahr

Montag, 16. November 2015

Transfette: Cremige Gefahr

Croissant, Donut oder Pommes frites: In diesen und vielen anderen Köstlichkeiten stecken ungesunde Transfettsäuren. Da in den letzten Jahren das Bewusstsein für die negativen Wirkungen von Transfettsäuren auf die Gesundheit gestiegen ist, verbannen die USA diese jetzt aus allen Lebensmitteln. Zum Schutz der Verbraucher. In der EU gibt es keine einheitliche Regelung.

Vor ein paar Monaten hat die FDA, die US-Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln, beschlossen, künstliche Transfette im Lauf der nächsten drei Jahre in Lebensmitteln zu verbieten. Nur durch diese Maßnahme könnten in den USA jährlich bis zu 20.000 Herzinfarkte und 7.000 Tote verhindert werden.

Was Transfette sind

Transfette gehören zu den ungesättigten Fettsäuren. Sie können sowohl natürlich als auch künstlich vorkommen. Natürliche Transfette werden von Wiederkäuern wie Kühen produziert und sind etwa in Milchprodukten enthalten. Künstliche Transfette werden vor allem in der Industrie produziert. Dazu werden pflanzliche Öle gehärtet. So entstehen Fette, die streichfähig sind, wie z. B. Margarine. Diese künstlichen Transfette sind billig und lange haltbar, was auch der Grund dafür ist, dass sie in vielen Lebensmitteln eingesetzt werden.  Transfette können aber auch beim starken Erhitzen von Pflanzenölen, wie es beim Braten oder Backen geschieht, entstehen.

Der täglich empfohlene Höchstwert an Kalorien, die mit Transfetten konsumiert werden sollen, liegt bei einem Prozent. Von diesem einem Prozent werden aber bis zu 80 Prozent schon durch Milchprodukte aufgenommen. Es gibt also nicht mehr viel Spielraum. Dazu kommt, dass diese Grenze in der EU nicht gesetzlich verankert ist, sondern als Richtwert gilt.

Gesetzliche Regelungen zum Thema Transfette führte in Europa als ersten Dänemark im Jahr 2003 ein. Industriell hergestellte Transfettsäuren dürfen seitdem nur mehr maximal zwei Prozent des Fettanteils von Lebensmitteln ausmachen. Fünf andere europäische Länder (Österreich, Ungar, Island, Norwegen, Schweiz) folgten daraufhin dem Beispiel Dänemarks und legten ihrerseits Höchstgrenzen fest. In Deutschland oder Frankreich gibt es aber beispielsweise noch immer keine gesetzlich verankerten Höchstgrenzen.

Warum gibt es aber überhaupt gesetzliche Grenzen in einigen Ländern?

Leider sind Transfette für die Gesundheit äußerst schädlich. Es handelt sich sogar um die gefährlichsten Fette, die es gibt, denn sie fördern Herz-Kreislauf-Erkrankungen und werden auch im Zusammenhang mit verschiedenen Krebsformen, Diabetes und anderen Leiden heftig diskutiert.

Dem aber nicht genug, hat eine neue Studie noch weitere, ungewollte Auswirkungen von Transfetten gefunden. Offenbar erhöht ein erhöhter Transfettkonsum auch das Risiko für Depressionen. Bei besagter Studie wurden die Auswirkungen von verschiedenen Fetten auf die Psyche des Menschen untersucht. Dafür wurden die Angaben von über 12.000 Menschen über einen Zeitraum von sechs Jahren ausgewertet. Von den gesamten TeilnehmerInnen erkrankten etwas mehr als 650 an einer Depression. Bei der Auswertung zeigte sich, dass jene TeilnehmerInnen, die vermehrt Transfette zu sich nahmen, ein bis zu 50 Prozent höheres Risiko hatten, an Depressionen zu erkranken. Interessant dabei ist, dass die StudienteilnehmerInnen insgesamt sehr wenig Transfette konsumierten. Selbst die Gruppe mit dem höchsten Transfettverzehr kam nur auf 0,4 Prozent Transfettanteil an der gesamt verzehrten Energiemenge. Das bedeutet, dass die empfohlene Maximalmenge nicht annähernd erreicht wurde.

Transfette nehmen also auch Einfluss auf die Hirnchemie. Störungen der Botenstoffe im Gehirn können auftreten und der Wachstumsfaktor BDNF kann blockiert werden. Dieser ist für Funktion, Plastizität und Bildung der Nervenzellen zuständig.

Außerdem haben Menschen, die an Depressionen leiden, ein doppelt so hohes Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Transfette erhöhen also nicht nur das Herzinfarktrisiko an sich. Auch das Risiko, eine Depression zu bekommen, steigt, welche wiederum das Risiko für Herzinfarkte erhöhen würde. Ein Teufelskreis.

Durch falsche Ernährungsgewohnheiten kann die täglich empfohlene Maximalmenge von Transfetten sogar weit überschritten werden. Isst man viele als “Risikowaren” eingestufte Lebensmittel, kann man ohne Probleme auf die vierfache Maximalmenge kommen. Produkte, die viele Transfette enthalten, sind unter anderem Backwaren, Fertigprodukte (vor allem Teige), Fast Food, Snacks, salzige Knabbereien, Brotaufstriche und Mikrowellenpopcorn.

So gesehen bekommt der Spruch “Du bist, was du isst!” immer mehr Bedeutung. Isst man nur ungesunde Dinge, wird man das auch - in diesem Fall eben krank. Und das nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Es ist Zeit, wieder vermehrt darauf zu achten, was man eigentlich isst. Es benötigt keiner großen Veränderungen, kleine Anpassungen hier und da können schon viele positive Langzeitwirkungen haben.

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“Unsere Nahrungsmittel sollen Heilmittel,
und unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.”

Hippokrates