Freitag, 09. Oktober 2009

Schlank durch den Herbst - Schlemmen und trotzdem schlank bleiben

Die kalte Jahreszeit verlockt zum Schlemmen und Naschen. Es ist die Zeit der Suppen oder Eintöpfe und der deftigen Hausmannskost, angefangen vom Gänse- bis zum Schweinsbraten. Und dann kommen auch schon bald die Weihnachtskekse auf den Tisch. Da dauert es nicht lange und wir merken wie der Winterspeck an unseren Hüften wächst.

Warum legen wir im Herbst und Winter so leicht Kilos zu? Abnehmen

Ein Grund dafür sind die kürzer werdenden Tage. Wenn es dunkel wird bildet der Körper automatisch das Schlafhormon Melatonin. Das macht uns dann so richtig gemütlich. Daher betreiben wir in diesen Monaten auch deutlich weniger Sport. Das hat wiederum zwei Nachteile. Auf der einen Seite verbrennen wir weniger Kalorien. Auf der anderen Seite fehlt uns das Glücksgefühl, das wir durch Sport erzielen, und wir ersetzen dieses durch andere Glücklichmacher.

Diese Glücklichmacher sind nun aber leider meist nicht sehr figurfreundlich. Es handelt sich dabei oft um Schokolade, Nudeln oder ein Gläschen Rotwein. Wir greifen häufig zu kohlenhydratreichen Lebensmitteln. Diese enthalten nämlich Tryprophan, das der Körper in das Glückshormon Serotonin umwandelt. Im Sommer wird die Produktion von Serotonin ganz einfach durch die Sonnenstrahlen angeregt.

Ein weiterer Grund, der unserer Figur schadet, ist eine geringere Flüssigkeitszufuhr. Das Bedürfnis zu trinken ist an kalten Tagen geringer. Damit fehlt dem Magen die sättigende Wirkung der Flüssigkeit. Außerdem verwechseln wir Durst oft mit Hunger und greifen zu einer kleinen Zwischenmahlzeit statt zu einem Glas Wasser.

Zu guter letzt nehmen wir auch zu wenig Vitamin C zu uns, das dann dem Körper als Fatburner fehlt. Während der heißen Tage essen wir mehr kühlendes frisches Obst und Gemüse. Im Herbst und Winter haben wir aber eher Appetit auf wärmendes und deftiges Essen. Und wenn dann auch noch Stress dazu kommt, wird die Fettverbrennung noch zusätzlich durch das Stresshormon Cortisol gebremst.

Wie schaffen wir es während der kalten Jahreszeit schlank zu bleiben?

1. Achten Sie an vier Tagen der Woche auf Ihre Ernährung. Essen Sie an diesen Tagen drei bis vier Portionen Gemüse. Um satt zu werden, nehmen Sie Eiweiß zu sich. Pflanzliches Eiweiß befindet sich zum Beispiel in Sojaprodukten oder Hülsenfrüchten. Gesundes tierisches Eiweiß können Sie über Fisch, mageres Fleisch (z. B. Geflügel), fettarme Milchprodukte und Eier zu sich nehmen. Fisch ist besonders zu empfehlen, weil er zusätzlich ungesättigte Fettsäuren enthält. Von tierischen Fetten, Weißmehlprodukten und Süßigkeiten sollten Sie an diesen Tagen Abstand halten. Vollkornprodukte hingegen machen satt und liefern wichtige Ballaststoffe. Die letzte Mahlzeit sollten Sie um 17 Uhr einnehmen. Ideal für den Stoffwechsel ist nachts eine Essenspause von 14 Stunden. So schmilzt das Fett während Sie träumen.

2. Damit Sie Ihre Vorsatz durchhalten, könne Sie an den restlichen drei Tagen der Woche essen auf was Sie Lust haben. Sie werden merken, wenn Sie die Ernährung umstellen, haben Sie auch an diesen drei Tagen oft Appetit auf was Gesundes. Wenn Sie der Heißhunger übermannt, ist aber auch Naschen erlaubt. Achten Sie beim Essen darauf, dass Sie langsam und bewusst kauen. So werden Sie schneller satt.

3. Trinken Sie zwei bis drei Liter Wasser, grüner Tee oder Kräutertee. Dadurch wird der Köper gereinigt und Giftstoffe ausgeschwemmt. Ein Glas Wasser vor dem Essen lässt Sie schneller satt werden.

4. Vier Mal die Woche steht Bewegung auf dem Programm. Aber keine Angst, es reichen 20 bis 30 Minuten. An zwei Tagen soll die Ausdauer trainiert werden. Dadurch schmelzen die Fettreserven schneller. Ausdauer kann zum Beispiel durch einen flotten Spaziergang trainiert werden.

An den anderen beiden Tagen soll die Kraft, zum Beispiel durch Situps, Liegestütze oder ähnliches, trainiert werden. Das regt den Stoffwechsel an. Dieser kommt besonders gut in Schwung, wenn man in der Früh trainiert. Da sind die Kohlenhydratspeicher noch leer und der Körper greift die Fettreserven an.

5. Zu guter Letzt nützen Sie die Kälte zum Abnehmen. Lassen Sie in Ihrem Schlafzimmer immer das Fenster gekippt. Diese Kälte im Schlafzimmer kostet Kalorien, da der Köper während des Schlafs zusätzliche Energie verbraucht, um sich warm zu halten.

Mit dieser Ernährungsumstellung werden die Kilos nicht wie bei einer Crash-Diät purzeln. Sie werden aber bald merken, dass dieses Jahr der Winterspeck keine Chance hat und das Fett am Bauch und auf den Hüften langsam schmilzt - und das trotz Weihnachtskekse und Gänsebraten.

“Unsere Nahrungsmittel sollen Heilmittel,
und unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.”

Hippokrates